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1. FC Köln vs. Fortuna: Fans legen den Verkehr lahm

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Eine Düsseldorfer warfen Rauchbomben. Foto: stefan worring
Ein einmaliger Schritt: Die Polizei hat zeitweise die komplette Ost-West-Verbindung zwischen Lövenich und der Cäcilienstraße in der Kölner Innenstadt gesperrt, um zu verhindern dass Düsseldorfer Fangruppen auf FC-Fans treffen.  Von
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Köln

Um Ausschreitungen zwischen Fangruppen zu vermeiden, hat die Polizei am Sonntagabend zeitweise die komplette Ost-West-Verbindung zwischen Lövenich und der Cäcilienstraße in der Innenstadt gesperrt. Der bislang einmalige Schritt sei nötig gewesen, um die Düsseldorfer Fangruppen zum Bahnhof zu geleiten und zu verhindern, dass es zu Aufeinandertreffen mit gewaltbereiten Fans des 1.FC Köln kommen konnte. Rivalisierende Fangruppen sollen sich nach dem Zweitligaspiel im Stadion per SMS zu Schlägereien am Rheinufer verabredet haben.

Das emotionale Derby zwischen dem FC und der Düsseldorfer Fortuna hatte den ganzen Sonntag über für eine angespannte Stimmung gesorgt. Düsseldorfer Fans hatten einen Marsch durch die Stadt von Ehrenfeld zum Stadion angekündigt. Gegen Mittag wurden die rund 900 Düsseldorfer von Hunderten Polizisten am Ehrenfelder Bahnhof erwartet.

Derby: Schlägereien und Flaschenwürfe

Pfeifkonzert für die Bundespolizei

„Hallo und grüß Gott“, ertönte es aus einem Lautsprecher. „Hier spricht das Info-Team der Bundespolizei.“ Der freundliche Gruß wurde mit einem gellenden Pfeifkonzert pariert. Die Düsseldorfer trugen den Geißbock auf der Brust, darunter stand „Opfer“. Die Schmäh-T-Shirts hatten die Ultra-Fans in Vorbereitung auf das Derby tausendfach über das Internet verkauft. Zunächst zeigten die Fans keinerlei Interesse daran, in eine der bereitstehenden Sonderbahnen einzusteigen, die sie auf direktem Weg ins Stadion bringen sollte. Der freundliche Sprecher sagte: „Die Polizei wird nicht nachgeben. Die einzige Möglichkeit, zum Stadion zu gelangen, ist mit der Bahn. Einen Fußmarsch wird es nicht geben.“ André Scheidt, der Stadionsprecher von Fortuna Düsseldorf, schaffte es nach einer Dreiviertelstunde, die Fans davon zu überzeugen, dass sie in die Bahn steigen müssen, wenn sie das Spiel sehen wollen.

„Nutzen sie unseren kostenlosen Transfer.“ Der Sprecher der Bundespolizei klang wie ein Reiseleiter. Passend dazu grinste Michael Ballack von einem Werbeplakat herab: Abu Dhabi für 399 Euro.
Nach und nach stiegen die Fans in die Bahn, viele schrien ihre Wut heraus, warfen ein paar Rauchtöpfe, Böller und Flaschen zwischen die Einsatzkräfte, die fünf Belgische Schäferhunde als Verstärkung dazu holten.

Wenig später kam es auf der Aachener Straße zu einem Angriff der Kölner Fans. Sie bewarfen eine Bahn und zwei Düsseldorfer Fan-Busse mit Flaschen und Steinen, auch ein Gully-Deckel soll gegen eine Bahn geflogen sein. „Wir mussten mit Schlagstöcken und Pfefferspray eingreifen“, sagte Polizeisprecherin Dorothe Göbel. Auf den Stadionwiesen ritten Polizisten mit Pferden zwischen die aufgebrachten Fan-Gruppen, um sie voneinander fern zu halten.

Am Nachmittag zog die Polizei trotz der Zwischenfälle eine positive Zwischenbilanz. Die Behörden beider Städte hatten ihren Einsatz bei dem „Spiel mit erhöhtem Risiko“ wochenlang vorbereitet. Fans, die schon einmal negativ aufgefallen waren, wurden per Brief ermahnt, sich an das Gesetz zu halten.

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