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FC-Kaderplanung: Die Vermisstenakte McKenna

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Dem FC fehlt ein Spieler wie Kevin McKenna. Foto: Rainer Dahmen
Der 1. FC Köln konzentriert sich bei der Spielersuche auf eine Chef-Figur für die Abwehr. Als Alternative zeigt sich dabei ein Spieler, der so manchem noch aus vergangenen Sommerturnieren bekannt sein dürfte.  Von
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Noch zwölf Tage hat der 1. FC Köln Zeit, um vor der Schließung des Transferfensters am 31. August für die Hinrunde eine Verstärkung für seine Mannschaft zu finden. Die Analysen der ersten fünf Pflichtspiele und der Abgleich mit der finanziellen Lage haben ergeben: Ein neuer Mann wäre wünschenswert, aber allzu teuer darf er nicht sein. Mittlerweile hat sich ein sportliches Anforderungsprofil herauskristallisiert: Der FC sucht bevorzugt einen Innenverteidiger. Geschäftsführer Jörg Schmadtke wollte sich zwar auf eine Position nicht festlegen lassen und sagte nur: „Wir sondieren den Markt, würden aber nur dann aktiv werden, wenn wir jemanden finden würden, der aufgrund seiner Erfahrung sofort eine Verstärkung für die Mannschaft darstellt, natürlich auch immer in Anbetracht unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten.“ Ansonsten werde man mit dem bisherigen Personal weitermachen.

Überraschendes Ergebnis

Aber Trainer Peter Stögers Äußerungen vom ruhenden Pol, der die Mannschaft lenkt, schließen einen weiteren Stürmerkauf aus. Und im defensiven Mittelfeld vertraut der Coach nach eigener Aussage weiter Matthias Lehmann, wahlweise Adam Matuschyk, und möchte dem talentierten Yannick Gerhardt keinen Mann vor die Nase setzen.

Einen Abwehrchef ins Visier zu nehmen, ist dennoch ein auf den ersten Blick überraschendes Ergebnis der Analyse. Denn der FC hat von den fünf Pflichtspielen ja auch deswegen keines verloren, weil er nur drei Tore zugelassen hat. Von denen ging eines klar auf das Konto von Torwart Timo Horn. Die beiden anderen nahmen auf der linken Seite ihren Anfang, das letzte Duell im Zentrum verlor einmal Lehmann und nur einmal, gegen Düsseldorf, mit Dominic Maroh, ein Innenverteidiger. „Wir standen generell immer sehr gut, bis auf die eine oder andere Situation vielleicht. Ich habe da im Grunde vollstes Vertrauen in den momentanen Kader“, sagt Torwart Timo Horn.

Aber der FC erhofft sich von etwas mehr Routine, Ausstrahlung und Autorität hinten mehr Zutrauen und Mut der anderen für die eigene Spielentwicklung. Man täuscht sich nicht, wenn man das Anforderungsprofil wie eine Art Vermisstenanzeige für Kevin McKenna liest. Die Auswirkungen des Ausfalls des 32 Jahre alten Kanadiers seien doch gravierender als zunächst angenommen, hört man im Klub. Wann McKenna nach seinem Knorpelschaden in wettkampftauglicher Verfassung zurückkehren wird, ist kaum abzusehen.

Namhafter Spieler

Zur Höhe der Investition, die der FC noch tätigen könnte, äußert sich der Klub nicht. Eine Ablösesumme, die die Millionengrenze von unten auch nur streift, gilt als ausgeschlossen.

Während Schmadtke also noch über dem Hinrunden-Kader brütet, hat der Geschäftsführer eine Weiche für den Winter gestellt. Von Brann Bergen kommt nach dem Saisonende in Norwegen der 18 Jahre alte Angreifer Bard Finne, ein kleiner Stürmer der in Mode gekommenen Art wie Max Kruse oder Nicolai Müller. Finne, norwegischer Junioren-Nationalspieler, unterschreibt einen Vertrag bis 2017 beim FC und hat übrigens am 13. Februar Geburtstag – wie sein neuer Klub. „Ich habe nur ein paar Szenen gesehen, er ist ein Zukunftsspieler“, sagte Trainer Peter Stöger. Zu seiner Zeit bei Hannover 96 hatte Schmadtke Didier Ya Konan und Mohammed Abdellaoue aus Norwegen geholt und gute Erfahrungen gemacht.

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