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Ausschreitungen: Polizisten mit Bänken beworfen

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Fans von Union Berlin Foto: Bongarts/Getty Images
Gewalt im und am Rhein-Energie-Stadion: Am Rande der Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Union Berlin sind rund 88 Union-Anhänger festgenommen worden. Es kam zu Prügeleien zwischen den Fan-Lagern, sowie zu Angriffen auf die Polizei.  Von
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Berlin

Der 2:0-Sieg des 1. FC Köln gegen den 1. FC Union Berlin ist von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Drei Personen wurden verletzt, 88 Tatverdächtige aus Berlin kamen in Polizeigewahrsam. Gut 3000 Union-Fans waren aus der Hauptstadt an den Rhein gereist, um das Spiel ihrer Mannschaft in Müngersdorf zu verfolgen.

Den ersten Ärger gab es laut Polizei schon um 10.30 Uhr in der Innenstadt. „Vor dem Spiel wurden in einer Gaststätte circa 20 Berliner Problemfans angetroffen“, sagte Polizeisprecher Andreas Frische, „von diesen wurden die Personalien festgestellt und Gefährderansprachen durchgeführt“. Vor dem Stadion wollte ein Berliner Fan einen Platzverweis nicht befolgen und wurde in Gewahrsam genommen. Dabei wurde der Mann laut Polizei leicht verletzt.

Aus den Bussen gestürmt

Gegen 12.30 Uhr eskalierte die Lage am Stadion: Bei zwei Reisebussen aus Berlin, voll besetzt mit Ultras des Vereins, wurde die Not-Entriegelung betätigt. Die Insassen stürmten heraus und marschierten in einer 80-Mann-Gruppe von der Junkersdorfer Straße zur Südkurve des Stadions. Vor der Arena provozierten sie Kölner Fans, laut Polizei kam es darauf zu „tumultartigen körperlichen Auseinandersetzungen“. Beim Versuch, die Lage unter Kontrolle zu bringen, wurde die Polizei von den Randalierern zunächst überlaufen und von beiden Lagern mit Flaschen und Bänken eines Imbissstandes beworfen. „Durch konsequentes Einschreiten der Beamten sowie den Einsatz von Polizeireitern konnten die Parteien schnell getrennt werden“, bilanzierte Einsatzleiter Volker Lange. Pfefferspray und Schlagstöcke kamen zum Einsatz. Für 88 Berliner Ultras war die Reise in den Westen an dieser Stelle vorbei: Sie wurden mit Bussen zum Polizeigewahrsam nach Kalk gebracht und durften erst nach Spielende die Heimreise antreten.

Während des Spiels kam es allerdings zu weiteren Ausschreitungen: Einige Berliner verließen nach Anpfiff den Fanblock, öffneten ein Tor und ermöglichten so weiteren Union-Anhängern unkontrollierten Zutritt zum Stadion. Ordner und Polizisten wollten dies verhindern und wurden tätlich angegriffen, drei Personen wurden erheblich verletzt.
„Ich habe mir vor Ort einen Überblick verschafft und bin froh, dass durch das konsequente Einschreiten der Beamten Schlimmeres verhindert werden konnte“, stellte Polizeipräsident Wolfgang Albers fest.

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