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FC-Bilanz: 1. FC Köln gibt sich optimistisch

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Der Kleinste und der Größte: Sascha Bigalke (l.) und Stefan Maierhofer.  Foto: Rainer Dahmen
Am Samstag will der 1. FC Köln gegen Erzgebirge Aue seine Aufholjagd starten. Die Winterpause verlief vielversprechend. Alle sechs Testspiele gewann die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski. Eine Betrachtung des Teams.  Von
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Köln

Der 1. FC Köln hat die gut sechswöchige Winterpause in Harmonie verbracht. Der Zweiligist gewann alle sechs Testspiele, Trainer Holger Stanislawski wünschte sich Verstärkungen für Sturm und Innenverteidigung - und er bekam sie mit Stefan Maierhofer und Bruno Nascimento. Ziel der Kölner, die am Samstag im Heimspiel gegen Aue (13 Uhr) die restlichen 15 Saisonspiele angehen, ist es, über den Relegationsplatz wieder aufzusteigen - mit einer optimistischen Mannschaft, die bis zum Letzten kämpfen will.

Der Trainer: Holger Stanislawski hat sichtlich Freude an der Arbeit mit seinen Kölner "Jungs" und fungiert als Chefmotivator. Im Trainingslager in Belek betonte er oft, dass der FC als Tabellen-Neunter nur sechs Punkte hinter Rang drei liege und dass dies aufzuholen sei - vorausgesetzt, der Klub lege nicht wieder ein Fehlstart wie im August hin (sechs Spiele, zwei Punkte).

In Sachen Taktik will der FC-Coach weiter je nach Gegner variieren. Grundsätzlich setzt der 43-Jährige auf ein 4-2-3-1-System, er probierte in den Tests aber auch den Tannenbaum aus (4-3-2-1) - und einmal sogar ein 4-4-2. Stanislawski strebt Systemwechsel innerhalb eines Spiels an. Und er weiß, dass an vielen Stellen noch an der Abstimmung gefeilt werden muss, denn obwohl der FC seine Probe-Spiele gewann, stimmten oft die Laufwege nicht, Bälle landeten im Nirwana.

Personell behält sich Stanislawski wie gewohnt Variationen vor - sein Motto: "Jeder Spieler hat seine Qualität, die in unterschiedlichen Spielen gefordert ist." Die sehr junge Kölner Mannschaft scheint mit dem Tausch-Prinzip inzwischen zurechtzukommen. Nach dem miserablen Saisonstart verlor der 1. FC Köln jedenfalls nur noch eins von 13 Liga-Spielen.

Die Torhüter: Auf dieser Position ist der FC brillant besetzt. Der 19-jährige Timo Horn, der am Samstag wohl trotz eines Nasenbeinbruchs spielen wird, gewinnt von Spiel zu Spiel an Sicherheit. Man kann ihm beim Lernen förmlich zuschauen: Begeht er einmal einen Fehler, so macht er es anschließend in ähnlichen Situationen besser. Mit Thomas Kessler (27) verfügen die Kölner zudem über einen überdurchschnittlich starken zweiten Keeper.

Die Defensive: Sie machte in den Tests einen insgesamt soliden Eindruck. Auf der linken Seite kam Christian Eichner wieder häufiger zum Einsatz; er erledigte seine Aufgaben ordentlich und konkurriert mit Jonas Hector um den Stammplatz. Rechts ist Kapitän Miso Brecko gesetzt. Stanislawski überraschte in Belek damit, dass er Reinhold Yabo, einen gelernten Sechser, als rechten Verteidiger einsetzte. Der 21-Jährige ging die Sache entschlossen an und brachte seine Schnelligkeit gut zur Geltung.

Für die zentralen Positionen waren bis zur Verpflichtung des Brasilianers Nascimento (21) in dieser Woche Dominic Maroh und Kevin McKenna vorgesehen. Sobald sich der 1,88 Meter große Brasilianer, der erst am Dienstag nach Köln kam, eingewöhnt hat, kann er eine Alternative für den 32-jährigen McKenna sein, der die besten Jahre hinter sich hat.

Das Mittelfeld: Hier gibt es viel Personal und interessante Fragen. Wie entwickelt sich Matthias Lehmann? Kein Spieler wurde vor der Winterpause so hart kritisiert wie er. Da Stanislawski trotz schlechter Leistungen lange auf den defensiven Mittelfeldmann setzte, geriet er in den Ruf, der Liebling des Trainers zu sein. Der Spieler erklärte seine schlechte Form mit Achillessehnen-Problemen. Im Trainingslager konnte er nun zwar wieder schmerzfrei trainieren, eine Leistungsexplosion war jedoch nicht zu beobachten. Stanislawski setzte ihn dennoch in den Tests meistens auf der Sechser-Position ein - zusammen mit dem technisch beschlagenen, aber langsamen Adam Matuschyk.

Hat der 1. FC Köln das Zeug zum Aufstieg?

Und hier die zweite Frage: Wird Mato Jajalo endgültig einen Stammplatz erobern? Der robuste und ballsichere Kroate ist einer der besten Fußballer im Team, und er zeigt gute Form. Genauso wie Flügelspieler Christian Clemens. Er ist wie Thomas Bröker gesetzt, zumindest solange Adil Chihi noch verletzt ist. Mikael Ishak, Fabian Schnellhardt und Sascha Bigalke konkurrieren um den Platz hinter der Sturmspitze, den aber auch Jajalo einnehmen kann.

Die Offensive: Der Koreaner Chong Tese ging, und der Hüne Stefan Maierhofer kam. Der 30-jährige Österreicher bereichert das Angriffsspiel der Kölner nicht nur durch seine körperliche Präsenz, sondern auch durch seine Art. Maierhofer ist ein Spieler, der nicht durch überragendes Talent Profifußballer geworden ist, sondern durch Hartnäckigkeit und Fleiß. Er ist ein lebendes Beispiel dafür, dass man viel erreichen kann, wenn man will und hart schuftet. An ihm können sich die vielen jungen FC-Profis orientieren. Stanislawski setzte Maierhofer in den Tests auch schon zusammen mit dem gewohnt spritzigen Anthony Ujah ein. Das Zusammenspiel klappte erstaunlich gut.

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