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FC-Pressekonferenz: Eine Hymne auf das Team

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FC-Trainer Holger Stanislawski baut auf seine Spieler. Foto: Bongarts/Getty Images
Auf eine ganz andere Spielweise als gegen Braunschweig setzt FC-Trainer Stanislawski im Spiel gegen den SV Sandhausen am Freitag. "Wir müssen es etwas taktischer angehen." Die Aufstellung verriet Stanislawski nicht, doch wird Tese mit nach Baden reisen.  Von
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Köln

Die Umstellung ist groß. Am Montag spielte der 1. FC Köln noch vor 38 000 Besuchern im Rhein-Energie-Stadion gegen Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig. Und nun geht es zum SV Sandhausen, zum Vorletzten der Tabelle. Im gut 10 000 Besucher fassenden Hardtwaldstadion wird der FC am Freitagabend (18 Uhr) auf einen Gegner treffen, der darauf brennt, die Kölner wieder zu ärgern wie beim 1:1 im Hinspiel. „Das ist eine völlig andere Partie, wir müssen sehr geduldig sein und aufpassen, dass wir nicht in Konter laufen“, sagte FC-Trainer Holger Stanislawski am Donnerstag vor der Abreise in die kurpfälzische Gemeinde in der Nähe von Heidelberg. „Wir treffen auf eine physisch starke Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft, sie wird uns über 90 Minuten alles abverlangen.“

Stanislawski will eine weniger angriffslustige Aufstellung wählen als beim 2:2 in der Partie gegen die Eintracht, in der er fünf Offensivkräfte eingesetzt hatte. „Wir wollten gegen den Spitzenreiter klar dokumentieren, dass wird selbstbewusst sind und in unserem Stadion das Heft des Handelns in die Hand nehmen. In Sandhausen müssen wir es taktischer angehen. Dafür brauchen wir eine andere Ausrichtung.“ Denn: „Wir müssen in Sandhausen punkten, sonst ist der Punkt gegen Braunschweig nichts mehr wert.“

Stanis Liebeserklärung an seine Mannschaft

Wie seine Anfangsformation aussehen wird, sagte der 43-Jährige nicht. Er verriet nur, dass es eine Änderung im Kader geben wird: Stürmer Mikael Ishak bleibt zu Hause, anstelle des Schweden wird der Koreaner Chong Tese nach Sandhausen reisen.

Im Spiel gegen Braunschweig hatte der FC in der Nachspielzeit einer wilden und aufregenden Zweitliga-Partie nach einer Ecke den Ausgleichstreffer kassiert. Den Frust über den verlorenen Sieg hätten seine Profis verarbeitet, meint Stanislawski: „Die Jungs wirft das nicht aus der Bahn, sie haben immer den Kopf oben und konzentrieren sich darauf, was sie besser machen können. Sie sind sehr selbstkritisch.“

„Eine Einheit auf dem Platz“

Überhaupt macht dem Trainer die Arbeit mit dem Team sehr viel Spaß. Als er auf das Lob angesprochen wird, das ihm Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht am Montag gespendet hatte („In Köln wächst etwas Gutes“), überschlägt sich Stanislawski fast: „Es entsteht hier eine Mannschaft, eine Einheit auf dem Platz, die viel investiert, die immer bereit ist. Es geht natürlich nicht alles von heute auf morgen, man braucht Zeit, um gewisse Automatismen voranzutreiben.“

Kölns Trainer Holger Stanislawski
Kölns Trainer Holger Stanislawski
Foto: dpa

Und was ist in dieser Saison noch möglich? – Stanislawski: „Wir reden nicht vom Aufstieg. Wir reden davon, dass wir bis zum 34. Spieltag kämpfen und alles investieren werden. Genau das vermitteln mir die Jungs jeden Tag im Training.“

Er versuche als Trainer seinerseits, „den Jungs“ in der täglichen Arbeit „gewisse Dinge“ mitzugeben – nämlich: „Begeisterung, Freude, die Liebe zu unserem Spiel. Das ist für mich das höchste Gut. Wir haben einen tollen Job. Das versuchen wir den Jungs zu vermitteln.“ Er selbst sei dabei nicht so wichtig: „Es geht auch darum, die Jungs ein Stück weit zu lenken, ohne dass sie es merken.“

Das letzte Mal, fügte Stanislawski hinzu, habe ihm sein Job beim FC St. Pauli so viel Spaß gemacht wie jetzt – und zwar in der Saison 2009/2010. „Das war das Team, mit dem wir aufgestiegen sind.“

Sandhausen: Ischdonat - Falkenberg, Pischorn, D. Schulz, Achenbach - Fießer, Schauerte - Klotz, Ulm - Löning, Onuegbu. - Köln: Horn - Brecko, Maroh, McKenna, Hector - Jajalo, Lehmann, Matuschyk - Clemens, Bröker - Ujah. - Schiedsrichter: Leicher (Landshut).

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