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FC-Torwart: Timo Horn träumt von Arsenal

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Fliegt zu Höchstleistungen: Torhüter Timo Horn Foto: Rainer Dahmen
FC-Torwart Timo Horn gilt als Vorzeigeprofi und neuer Liebling der Fans des 1. FC Köln. Im Trainingslager spricht der 19-jährige Jungprofi über seinen großen Traum Champions League. Zuvor will er aber mit dem FC den Aufstieg schaffen.  Von
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Belek

Timo Horn hat sich gut informiert. „Ich glaube, das Theater ist aus dem zweiten Jahrhundert“, sagt Torhüter des 1. FC Köln nach seinem Besuch in Aspendos – und liegt genau richtig. Das Amphitheater wurde in der Zeit des römischen Kaisers Marc Aurel (160 bis 181) erbaut. Der antike Ort befindet sich in der näheren Umgebung von Belek, wo der 1. FC Köln sein Winter-Trainingslager verbringt. Einem freien Nachmittag nutzte Horn, um sich Aspendos anzuschauen. „Sehr schön und interessant“ sei der Trip gewesen.

Was Horn tut, hat Hand und Fuß. Mit seinen 19 Jahren, im Mai wird er 20, hat er sich im vergangenen halben Jahr als Stammtorhüter des Zweitligisten etabliert. Und wenn er über seinen Werdegang spricht, dann tut er das mit derselben Ruhe und Präzision, die er auf dem Fußballplatz ausstrahlt. „Ich musste Michael Rensing ablösen, er war Publikumsliebling“, sagt Horn. „Es war klar, dass viel Druck auf mich zukommt. Ich habe mich dem aber gewachsen gefühlt und denke auch, dass ich das mit meinen Leistungen auch der Öffentlichkeit gezeigt habe.“ Das hat er tatsächlich, Horn überzeugte mit guten Reflexen, Ruhe und auch als Ballverteiler.

Seiner Zeit voraus

Der Keeper geht seinen Weg mit bemerkenswerter Geradlinigkeit. Als er fünf Jahre alt war, begann der gebürtige Kölner in Rondorf mit dem Fußball – und stand sofort im Tor: „Aus irgendeinem Grund, den ich heute nicht mehr weiß, wollte ich unbedingt ins Tor. Es war eine Eingebung“, berichtet er. Und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Mit acht Jahren wechselte er in die Jugendabteilung des 1. FC Köln und spielte aufgrund seines Talentes meist mit Älteren. „Timo war immer seiner Zeit voraus“, sagt Frank Schaefer, Leiter Sport des 1. FC Köln und früherer Jugendcoach.

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Überhaupt sind sie beim FC stolz auf Horn. Denn der Torhüter ist der Vorzeigeprofi für das Konzept der Kölner, verstärkt auf die Jugend zu setzen. Der Spieler selbst erklärt seine Entwicklung so: „Ich denke, man wird im Fußball früh erwachsen. Dadurch, dass ich seit der U 15 in der Nationalmannschaft spiele, war ich viel unterwegs, oft wochenlang. Da lernt man, selbstständig zu werden, man lernt Umgangsformen. Man reift in relativ frühen Jahren.“ Und da Horn die Dinge analytisch angeht, weiß er genau, wo er sich verbessern will – nämlich einerseits im körperlichen Bereich. „Ich möchte mich physisch weiterentwickeln, um mir den nötigen Respekt in der Liga zu verschaffen“, sagt der Keeper, der zurzeit bei einer Größe von 1,92 Metern etwa 85 Kilo auf die Waage bringt; durch Krafttraining würde er gern auf 90 Kilo kommen.

Vorbild kommt aus Niederlande

Andererseits will er an seinem Auftreten feilen: „Als Torwart Nummer eins trägt man eine große Verantwortung und muss als Führungsspieler vorneweg gehen, das möchte ich nach der Winterpause auch tun, vielleicht ein bisschen lautstärker mit meinen Vorderleuten kommunizieren.“ Verbiegen will sich Horn dabei allerdings nicht: „Ich möchte meinen Stil beibehalten, ich denke, dass ich mit meiner Art der Mannschaft Sicherheit geben kann“, sagt er. „Ich bin nicht der Typ, der 90 Minuten lang jede Situation kommentiert.“ Sein Vorbild ist der Niederländer Edwin van der Sar, der von Ajax Amsterdam kam und lange für Manchester United spielte. „Er war fußballerisch sehr stark, da habe ich versucht, mir ein paar Dinge abzuschauen und sie im Training und im Spiel umzusetzen“, erklärt Horn.

Sein Vertrag beim FC läuft bis 2016, er will ihn auf jeden Fall erfüllen und sagt: „Ich möchte dem Verein das Vertrauen zurückzahlen.“ Bei aller Besonnenheit hat der Jungprofi aber auch Träume, möchte eines Tages Champions League spielen – und vielleicht ins Ausland wechseln. Der FC Arsenal und der FC Barcelona seien seine Favoriten. Vorher will er auf jeden Fall mit dem FC, derzeit Tabellen-Neunter der Zweiten Liga, den Aufstieg schaffen, vielleicht sogar schon dieses Jahr. Horn: „Ich bin guter Dinge, dass wir nach der Winterpause noch mal richtig vorne angreifen können.“

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