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Gegen Pauli: 1. FC Köln quält sich zum Sieg

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Durch den Sieg über St. Pauli rückt der FC in der Tabelle vor. Foto: dpa
Der 1. FC Köln hat sich gegen den FC St. Pauli zum Sieg gezittert. Der Platz war zwar in einem besseren Zustand als erwartet, aber ein gutes Spiel machten die Kölner trotzdem nicht. Und doch rückte der FC damit auf Platz fünf vor.  Von
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Hamburg

Der 1. FC Köln hat sich am Montagabend drei Punkte beim FC St. Pauli erzittert. Die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski setzte sich an dessen alter Wirkungsstärke am Millerntor mit 1:0 (1:0) durch. Mit dem Erfolg über die Hamburger, die mehr als eine Halbzeit in Unterzahl agieren mussten, rückt der FC in der Tabelle auf Rang fünf vor. „Das war kein Spiel für schwache Nerven“. Es war ein Zweitligaspiel, wo alles drin war, ein geiler Fußballabend mit dem besseren Ende für uns“, sagte Stanislawski.

Es war das erste Mal, dass Stanislawski als Trainer eines anderen Vereins zu seinem Herzensklub FC St. Pauli zurückkehrte, dem er von 1993 bis 2011 angehört hatte. Einen besonderen Empfang wollten die Profis des Kiezklubs dem „Stani“ auf keinen Fall bereiten. „Ich werde sicher nicht mit einem Blumenstrauß in der Kabine stehen“, hatte St. Paulis Kapitän Fabian Boll vorher angekündigt.

Der Stadionsprecher begrüßte Stanislawski aber vor der Partie ausdrücklich, außerdem wurden Bilder aus seiner Zeit am Millerntor auf der Videowand eingeblendet. Der so Geehrte bekam freundlichen Applaus vom Publikum, niemand pfiff. Außerdem war das Stadion im zweiten Spiel nach der Eröffnung der neuen Tribüne zum ersten Mal mit 29 063 Besuchern ausverkauft. Cottbus hatte vor zwei Wochen nicht so viele Zuschauer angezogen wie Stanislawski und sein FC. Unter den Besuchern war das FC-Präsidium mit Werner Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach.

Der Kölner Trainer wagte eine offensive Aufstellung, zum ersten Mal bot er die Angreifer Stefan Maierhofer und Anthony Ujah gemeinsam auf. Im Trainingslager in Belek hatte er das einmal geprobt. Der Österreicher stand schnell im Mittelpunkt. Er startete in der zweiten Minute in Richtung Strafraum, kam aber im Laufduell mit Markus Thorandt zu Fall. Schiedsrichter Manuel Gräfe sah ein Foul – und zeigte Thorandt Gelb. Den Freistoß am rechten Strafraumeck setzte Christan Clemens mit einem schön gezirkelten Schuss an der schlecht postierten Mauer vorbei ins Tor. Ein Traumstart für den FC.

Der Platz war in einem besseren Zustand als erwartet, ein gutes Spiel machten die Kölner trotzdem nicht. Den Punch im Angriff, den sich Stanislawski gewünscht hatte, brachte sein Team auch mit zwei Angreifern nicht zustande. Überhaupt sah man mehr Konfusion als Konzept.

St. Pauli zeigte, unterstützt von seinen nimmermüden Fans, große Entschlossenheit. Der FC fightete oft sehr hektisch zurück – die Einstellung der Kölner Profis war zwar gut. Spielerisch lief aber kaum etwas, Matthias Lehmann machte im defensiven Mittelfeld auch an seiner alten Wirkungsstätte ein schwaches Spiel. Wären St. Paulis Profis nicht so limitiert in ihren Möglichkeiten, dann hätten sie den FC in Gefahr bringen können.

Aufs Tor von Timo Horn brachten sie jedoch kaum gefährliche Schüsse – und wenn mal einer kam, war der junge Keeper zur Stelle – wie in der 37. Minute, als er gegen Daniel Ginczek parierte.

Kurz vor der Pause waren die Gastgeber dann nur noch zu zehnt. Thorandt ging diesmal in ein Laufduell mit Daniel Royer, rempelte den Kölner leicht, dieser fiel hin – dafür sah der Innenverteidiger der Gastgeber Gelb-Rot. Eine harte Entscheidung. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte Maierhofer nach Pass von Clemens die Chance zum 2:0 – doch Keeper Philipp Tschauner hielt.

Die numerische Überlegenheit brachte der FC nach dem Seitenwechsel überhaupt nicht zur Geltung. Es entwickelte sich vielmehr ein offener Fight, an dem die St.-Pauli-Profis in Unterzahl erstaunlicherweise die größeren Offensiv-Anteile hatten.
Als der FC in der 56. Minute durch Ujah zu einer guten Möglichkeit kam, setzte der Nigerianer den Ball in die Luft – und nicht in Richtung Tor. In der 70. Minute Minute kam Sascha Bigalke für Royer ins Spiel, das aus Kölner Sicht aber auch nicht besser wurde. In der 77. Minute setzte Stefan Maierhofer den Ball im Strafraum unbedrängt übers Tor. Der Rest war aus Kölner Sicht Zittern. Mit der Einwechslung von Neuzugang Nascimento, der sein Debüt für Köln gab, rettete der FC den Sieg über die Zeit. Das stand fest, als St. Pauli mit Florian Mohr einen zweiten Mann durch Platzverweis verlor. (90.+1).

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