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Mohamad im Interview: „Ich hatte eine Vorahnung“

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Ex-FC-Spieler Youssef Mohamad (l.) schaute am Geißbockheim vorbei. Foto: Rainer Dahmen
Nachdem Youssef Mohamad den 1. FC Köln Richtung Vereinigte Arabischen Emirate verließ, folgte der Abstieg in die Zweite Bundesliga 2012. Im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ blickt der Libanese auf seine Zeit beim Geißbockklub zurück.  Von
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Köln

Mit einem reduzierten Trainingsprogramm wegen der großen Hitze ist der FC am Montagnachmittag in die Vorbereitungswoche für das Derby gegen Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 15.30 Uhr, Rhein-Energie-Stadion) gestartet. Am Geißbockheim traf der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Youssef Mohamad (32), von 2007 bis 2011 beim FC und zeitweise dessen Kapitän. Heute steht der Libanese bei Al-Ahly unter Vertrag.

Herr Mohamad, was machen Sie am Geißbockheim?

YOUSSEF MOHAMAD: Ich habe mir bei einem Länderspiel das Kreuzband gerissen. Ich bin zur Behandlung hier und wollte einige frühere Mitspieler begrüßen. Viele sind es nicht mehr, aber ich kenne noch Adam Matuschyk, Adil Chihi, Timo Horn, Kevin McKenna und Mato Jajalo.

Seit Sie den FC vor zwei Jahren verlassen haben, hat sich viel geändert. Der Klub ist abgestiegen und verschuldet.

MOHAMAD: Im Libanon habe ich mir manchmal Spiele angeschaut. Es tut mir von Herzen leid für die Mannschaft, dass sie abgestiegen ist. Der 1. FC Köln gehört nicht in die Zweite Liga. Ich hoffe, dass es dieses Jahr mit dem Aufstieg klappt.

Warum haben sie den FC in der Saisonvorbereitung 2011 relativ spontan verlassen?

MOHAMAD: Ich möchte da gar nicht viel drüber reden. Die Gründe sind bekannt. Es ging um meine Familie, meine Zukunft, Geld. Das ist doch normal, jeder Spieler versucht, das Beste herauszuholen. Aber zudem hatte ich zu dieser Zeit die Vorahnung, dass die Mannschaft in dieser Saison absteigen wird. Ich hatte das Gefühl, das in dieser Saison das Management nicht gut war. Darum wollte ich nicht bleiben.

Sie galten mit Pedro Geromel als Traumpaar in der Innenverteidigung. Ohne Sie hat Geromel ein schlechtes Jahr gespielt. Können Sie sich das erklären?

MOHAMAD: Ich habe es natürlich verfolgt. Geromel ist der beste Verteidiger, mit dem ich je gespielt habe. Vielleicht war er unzufrieden. Ich habe gehört, er wollte den Verein damals auch verlassen, aber der Klub hat ihn nicht gehen lassen. Aus irgendwelchen Gründen konnte er seine Leistung dann nicht mehr abrufen. Gerade in der Abstiegssaison habe ich viele Spiele gesehen. Da hat er mal zwei Elfmeter in einem Spiel verursacht und war völlig von der Rolle. Das tat mir sehr leid.

Haben Sie auch gesehen, was passiert ist, als der FC im letzten Saisonspiel gegen Bayern München abgestiegen ist?

MOHAMAD: Ja, ein libanesischer Freund war im Stadion und hat mir Bilder und Videos von all dem Rauch und den Krawallen geschickt. Das war schrecklich.

Ihr neuer Klub hat noch immer nicht die Ablösesumme für Sie an den 1. FC Köln bezahlt ...

MOHAMAD: ... ich habe davon gehört, aber das ist nicht mein Job. Normalerweise muss der Klub den Transfer zu Ende bringen. Aber Dubai ist nicht wie Deutschland. Das Management arbeitet dort nicht so professionell wie hier. Ich hoffe aber, sie bezahlen schnell. Das wäre für alle besser (lacht).

Trauen Sie dem FC den Aufstieg zu?

MOHAMAD: Ich habe gehört, dass sie am Wochenende 1:1 gespielt haben. Das Spiel gegen Düsseldorf ist schon sehr wichtig und wird sehr emotional. Ich wünsche dem FC den Aufstieg, dieser Klub und diese Fans verdienen die Erste Liga.

Das Gespräch führte Michael Krämer.

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