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Nach 2:0-Sieg: 1. FC Köln auf der richtigen Welle

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Das FC-Team lässt sich vor der Südkurve feiern. Foto: Rainer Dahmen
Der 1. FC Köln hat mit dem souveränen 2:0 Sieg gegen Union Berlin seine Ansprüche auf das Erreichen des Relegationsplatzes eindrucksvoll untermauert. Doch richtig entspannt war FC-Trainer Holger Stanislawksi nach dem Spiel trotzdem nicht.  Von
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Köln

Die Spieler des 1. FC Köln hüpfen und tanzen vor der Südtribüne, das Publikum applaudiert euphorisch. Das Spiel ist gerade aus, die Kölner haben es gewonnen, 2:0 gegen Union Berlin, sie haben dabei ein Tor in jeder Halbzeit erzielt. Es war ein leichter Sieg im Müngersdorfer Schneegestöber, keine Gefahr, Köln spielte am Samstag souverän und holte weiter auf. Drei Punkte trennen den aktuell Vierten noch von Rang drei und dem 1. FC Kaiserslautern, der am Montag bei Hertha BSC Berlin antreten muss.

Der 1. FC Köln gewinnt gegen Union Berlin

Und das flankierende statistische Material spricht ohnehin für die Kölner: Zehn Punkte bei nur einem Gegentor aus vier Begegnungen nach der Winterpause, elf Partien ohne Niederlage. „Und wir waren diesmal in beiden Halbzeiten stark“, sagt Frank Schaefer, der Leiter Sport des FC. Gegen Aue, zum Start ins neue Jahr, hatten die Kölner zwar gewonnen, aber nur 20 Minuten gut gespielt. Beim 0:0 in Cottbus und während des 1:0-Erfolges in St. Pauli noch nicht einmal das. „Nun aber ist eine deutliche Steigerung spürbar“, findet Schaefer.

Holger Stanislawski und sein Stürmer Stefan Maierhofer.
Holger Stanislawski und sein Stürmer Stefan Maierhofer.
Foto: Bongarts/Getty Images

Die neue, von Schaefer formulierte Erfolgsformel passt in einen langen Satz: „Wir lassen in der Abwehr kaum etwas zu, und wir sind vorne immer für Tore gut.“ Außerdem verfüge seine Mannschaft über „hohe Qualität bei Standardsituationen“, spiele „sehr reif“ – und: „Wir haben eine Welle erwischt.“ Aus all dem zieht Schaefer nun einen Schluss, der in Bezug auf das Umfeld der Zweiten Liga nicht weltfremd wirkt, sondern sehr realistisch: „Wir sind aktuell eine Spitzenmannschaft.“

Die Spitzenmannschaft profitierte am Samstag von ihrer kompakten Defensive, in der immer wieder der Stürmer Stefan Maierhofer auftauchte, „um zu helfen, weil ich mich auch als ersten Verteidiger sehe“. Die komplette Viererkette spielt in Topform, harmoniert, fängt Angriffe überzeugend ab und leitet neue ein. Diese Qualität bewirkt wenig bis keine Gegentore und garantiert – je nach Form der Offensive – mindestens ein Unentschieden oder sogar drei Punkte.

Die Tore fielen diesmal im Anschluss an Freistöße – deshalb das Schaefer-Lob für die Stärke in diesem Bereich –, beide leitete der formverbesserte Matthias Lehmann in den Strafraum. Zunächst traf das Kölner Kopfball-Phänomen Kevin McKenna (18.) mit einem wuchtigen Schädelstoß – und machte anschließend allen mit seinem wilden Jubel Angst. Maierhofer, der kräftige und große Mann aus Österreich, hatte sich richtig erschreckt: „Der McKenna hatte seinen Mund nach dem Tor so weit aufgerissen, ich dachte, der frisst mich auf. Wahnsinn!“ Dem Kanadier gelang, passend zu seiner aktuellen Vertragsverlängerung bis 2014, sein viertes Saisontor.

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Den zweiten Treffer erzielte Maierhofer dann selbst (52.), es war das erste Tor des Winterneuzugangs für den FC, ein sehr schönes zudem. Der Österreicher traf nach einem Lehmann-Freistoß, den Dominic Maroh weiterleitete, mit rechts aus der Drehung links unten ins Netz. Seine Freude fiel extrem ausgelassen aus, Maierhofers Mund war ebenfalls weit geöffnet, dabei verlor er sogar seinen Kaugummi, doch es gab recht bald Ersatz von der Bank.

Maierhofer verblüffte das Publikum mit seiner staksigen Art, einer vergebenen Großchance aus drei Metern (13.) und interessanten Laufwegen, die sein Trainer Holger Stanislawski sogar als „turbulent“ empfand. Daran müsse er sich auch erst einmal gewöhnen, sagte Stanislawski, „dass Maierhofer immer quer über das Feld rennt, um auch in der Abwehr zu helfen“. Entscheidend geholfen hatte der Stürmer schließlich vor allem vorne, da, wo er sich ja vornehmlich aufhalten soll.

Stanislawski zum Erfolg gegen Union Berlin

Stanislawski noch nicht zufrieden

Doch richtig entspannt war Stanislawksi nach dem Spiel nicht. Die Chancenverwertung war erneut wenig konsequent, und die traditionelle Kölner Schwäche ist auch noch nicht behoben: plötzliche Tempoverschleppung und akuter Verlust von Torgefahr. „Wir wurden wieder zu passiv und waren nicht mehr mutig. Das darf uns nicht passieren“, sagte Stanislawski und meinte die Phase nach dem 1:0. Nach dem 2:0 war die Sache allerdings klar. Der FC ist nun Vierter – mit besten Aussichten auf mehr. Stanislawski hat darauf reagiert: er verteilte trainingsfrei bis Dienstag, erst dann beginnt die Vorbereitung auf das nächste Spiel beim FSV Frankfurt am Sonntag. Begründung: „Die Jungs sollen mal durchpusten und Abstand gewinnen. Auch von mir.“

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