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Remis gegen Sandhausen: 1. FC Köln tritt auf der Stelle

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Christian Clemens (l.) greift sich an den Kopf Foto: dapd
Erneut hat der 1. FC Köln eine weitere Chance in der Zweiten Bundesliga liegen lassen. Durch das torlose Unentschieden beim SV Sandhausen steckt der FC im Mittelfeld der Tabelle fest. Christian Clemens vergab die beste Chance des Spiels.  Von
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Sandhausen

Am Freitagabend stand für 1. FC Köln der letzte Zweitliga-Termin des Jahres 2012 auf der Agenda, abgearbeitet hat er ihn im beschaulichen Hardtwald-Stadion des SV Sandhausen. Die Exkursion in die Nähe von Heidelberg endete für die Kölner am Freitagabend allerdings mit einem unbefriedigenden Ergebnis – 0:0 beim Tabellenvorletzten, das ist eine große Enttäuschung, die mit einem Rückschlag verbunden ist: Der FC verharrt im Niemandsland der Tabelle. In Sandhausen vergab die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawiski die Chance, den Patzer des 1. FC Kaiserslautern gegen Aalen zu nutzen und bis auf vier Punkte an den dritten Tabellenrang drei heranzurücken.

Stanislawski wählte eine vorsichtige taktische Ausrichtung. Er bot drei defensive Mittelfeldspieler auf – Tobias Strobl, Matthias Lehmann und Adam Matuschyk –, die hin und wieder bei ihrer Abwehrarbeit auch noch von Mato Jajalo unterstützt wurden. Das Quartett sollte das Spiel in der Tiefe ordnen und es nach vorne tragen. Doch das gelang nur partiell. Es fehlte an Ideen und vor allem Lehmann an gelungenen Aktionen. Mittelstürmer Anthony Ujah wartete vergeblich auf präzise und verwertbare Anspiele.

Entsprechend zäh entwickelte sich das verhaltene Kölner Spiel. „So würde ich nicht mehr aufstellen, es ist ja nicht gut gegangen“, sagte Stanislawski nach der Partie. Dass seine Elf den Anschluss nach ganz oben verpasst hat, will Stanislawski „im neuen Jahr korrigieren. Dann wollen wir uns Stück für Stück nach oben ziehen.“ In Sandhausen musste Stanislawski auf einen gesetzten Spieler verzichten: Offensiv-Kraft Thomas Bröker reiste schon am Freitagmorgen aus dem Mannschaftsquartier ab – Magen-Darm-Grippe. „Das war schon eine Schwächung“, betonte der FC-Coach.

Die Partie sahen nur 6200 Zuschauer, sehr viele von ihnen waren sogar aus Köln angereist, doch in der kleinen Arena blieben fast alle Zuschauer stumm. Und zwar nicht nur in den ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden, sondern 90 Minuten, was eine erweiterte Form des Protests gegen das gerade verabschiedete Sicherheitskonzept der DFL darstellen sollte. Kölns Fan-Beauftragter Rainer Mendel kündigte an, dass die Kölner Ultras auch am kommenden Mittwoch im Pokal-Spiel beim VfB Stuttgart schweigen werden – „dann aber ist es erst einmal gut“.

Die Kölner hatten sich in einem zähen Spiel am Ende vier Chancen in 90 Minuten erarbeitet: Ujah scheiterte mit einem Kopfball (17.), Manndecker Dominic Maroh lenkte eine Flanke neben das Tor, Christan Clemens scheiterte an Sandhausens Torhüter Ischdonat (39.) und jagte schließlich einen Weitschuss an den Pfosten (85.). „Das waren die Gelegenheiten, hier alles zu einem guten Ende zu bringen. Eine Möglichkeit hätten wir dringend nutzen müssen.“

Präzision und Entschlossenheit hätten seiner Mannschaft gefehlt, monierte Stanislawski. Und dennoch ist er nicht unzufrieden: „Von den letzten 13 Spielen haben wir nur eines verloren.“ Das spreche für seine Mannschaft, die aber gleichwohl während des gesamten Halbjahres zu viele Punkte durch vermeidbare Unentschieden wie dem von Sandhausen abgab.

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Die Kölner spielten erst in der zweiten Hälfte so engagiert wie sie es von Anfang an tun sollten, sie kamen häufiger vors Tor, hatten mehr Kontrolle über das Spiel und suchten nun deutlich offensiver die Entscheidung. Doch ein Treffer gelang ihnen tief in der Provinz nicht mehr.

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