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Saisonvorbereitung: Wirbel um Anthony Ujah

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Anthony Ujah  Foto: Bongarts/Getty Images
Gezerre um Anthony Ujah: Der 1. FC wähnt sich mit dem Nigerianer einig. Doch in Mainz wollte man davon nichts wissen. Damit nicht genug: Neben der Personalie Ujah gilt es, drei Probleme zeitnah zu lösen.  Von
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Windischgarsten

Die Saisonvorbereitung ist für Jörg Jakobs die Zeit von gleich fünf Grundelementen. Wasser, Feuer, Erde, Licht, Telefon. Im Zeitalter der Festnetzanschlüsse hätte das für den Leiter Lizenzspieler des 1. FC Köln einen Hausarrest bedeutet, doch dank der Mobilfunktechnologie kann sich Jakobs in Windischgarsten frei bewegen.

Schumacher: „Beim FC kehrt langsam Ruhe ein”

Auch am Donnerstag blockierte das Projekt Stürmersuche die Leitungen des 40-Jährigen, bis Harald Schumacher kurzzeitig die Projektleitung übernahm. Am Mittag verkündete der Vize-Präsident die Rückkehr von Anthony Ujah: „Das Thema ist durch, wir müssen einfach warten, bis die Tinte drunter ist“, sagte er. Und bedankte sich beim FSV Mainz 05 für die Einigung auf eine Ratenzahlung: „Wir waren darauf angewiesen, dass die Mainzer mitspielen, da wir nicht in der Lage sind, das auf einmal zu stemmen. Aber da hat Manager Christian Heidel gut mitgespielt. Ich bin froh, dass er uns geholfen hat.“

Heidel reagierte umgehend. „Ich kann es nicht mehr hören. Der Wechsel ist nicht über die Bühne. An unserer Vorstellung hat sich nichts geändert. Fast einig ist wie fast schwanger“, sagte Heidel dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. So gewann Jakobs das Stürmerprojekt wieder zurück. Und korrigierte den Eindruck Schumachers. „Grundsätzlich ist die Philosophie, Dinge erst dann zu verkünden, wenn sie fix sind. Und den Status haben wir noch nicht.“

Jakobs erwartet zeitnah eine Einigung, allerdings nicht vor dem Wochenende. „Da sind noch einige formale Details zu klären, das ist normal und wird noch eine Weile dauern.“ Am Nachmittag studierten die beiden Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle im Aufenthaltsraum des Hotels eifrig mit Mainzer Wappen verzierte Papiere.

Jakobs freut die Hilfe seines ehemaligen Partners aus Hannoveraner und Aachener Zeiten: „Dadurch dass die Möglichkeit bestand, Jörg Schmadtke dazuzu- nehmen, wusste ich: Das ist die beste aller Lösungen.“ Als Flucht von der Bühne der Öffentlichkeit will er die Entscheidung nicht verstanden wissen, räumt aber Bedenken ein: „Wenn man glaubt, dass man eine Aufgabe nicht alleine bewerkstelligen kann, ist es eine schlechte Entscheidung, die Sache anzutreten.“

Neben der Personalie Ujah gilt es, drei Probleme zeitnah zu lösen:

Slawomir Peszko: Die Situation um den Offensivspieler ist vertrackt. Schumacher sagt: „Die Vertragssituation zwischen seinem Berater Grajewski, Herrn Wernze und dem FC ist kompliziert. Um das Problem zu lösen, müssen alle mitspielen. Das Problem kann der FC leider nicht allein lösen, sonst hätten wir es gelöst.“

Franz-Josef Wernze, der die Transferrechte am zuletzt nach Wolverhampton verliehenen Polen hält, widerspricht: „Es ist überhaupt nicht kompliziert. Ich habe damals Peszkos Ablöse bezahlt. Hätten wir den Vertrag 2013 auslaufen lassen, hätte ich nackt da gestanden. Wir haben den Vertrag um ein Jahr verlängert, damit ich Gelegenheit habe, den Spieler zu veräußern, um den finanziellen Aufwand zurückzuerhalten. Der FC will, dass ich ein Drittel des jetzigen Gehalts bezahle, der Klub ein Drittel und Peszko auf ein Drittel verzichtet. Da habe ich gesagt: Für dieses Drittel kann er woanders spielen. Die Situation ist vom FC geschaffen, der FC muss sie lösen.“ An einer Einigung glaubt er nicht mehr: „Ich zweifle an der Ernsthaftigkeit des Angebots.“

Schumacher zum Ujah-Deal

Das sieht Jakobs anders: „Die Situation ist kompliziert. Wir hätten auch nach Rücksprache mit dem Trainer durchaus das Gefühl, dass Peszko beim FC eine zweite Chance suchen und nutzen könnte. Aber es kann sein, dass es am Ende keine gute Lösung gibt, weil sich die vielen unterschiedlichen Interessen einfach nicht in Einklang bringen lassen.“

Youssef Mohamad: Der FC wartet noch immer auf Geld aus der mit dem Klub Al-Ahli ausgehandelten Ablösesumme für den 2011 gewechselten Abwehrspieler: „Der Klage wurde von der Fifa stattgegeben. Wenn der Klub nicht bezahlt, greifen Fifa-Sanktionen, deshalb gehe ich davon aus, dass sie zeitnah bezahlen“, sagt Jakobs. Ein Geldregen steht dem FC dennoch nicht bevor: Die Summe von einer Million Euro ist eingeplant und budgetiert.“ Das Geld kommt nicht dazu“, sagt Jakobs.
Transferplanungen: Mit Anthony Ujah und Slawomir Peszko ist die Personalplanung nicht abgeschlossen. Jakobs spricht von „verschiedenen Optionen, die wir mit dem Trainer besprechen. Sollte Ujah kommen, schauen wir, wie wir die Mannschaft dann passend ergänzen.“

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