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Sieg gegen Ingolstadt: FC macht nächsten Schritt nach vorn

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Flugeinlage zum 1:0: FC-Stürmer Anthony Ujah. Foto: dpa
Der 1. FC Köln hat gegen den FC Ingolstadt die nächsten Punkte eingesammelt und bringt sich nach den Worten von Holger Stanislawski „langsam in Schlagdistanz“. Als „Fixpunkt“ der Partie sah der Trainer den Siegtorschützen Anthony Ujah.  Von
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Die Anwendung einer neuen Methode hat Holger Stanislawski mit zunehmendem Vergnügen gelobt, als er am frühen Sonntagabend über seine Mannschaft sprach. Der Trainer des 1. FC Köln sprach also stolz vom Prinzip der "schmutzigen Verteidigung", mit dem in der Schlussphase ein müder 1:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt abgesichert wurde. Gemeint war: tief stehen und die ankommenden Bälle nach vorn schlagen.

Für die Kölner setzt sich mit dem Erfolg zum Hinrunden-Finale der Zweiten Liga eine Serie ohne Niederlagen fort, fünf Spiele hintereinander sind sie nun ungeschlagen, eine Phase, in der sie elf Punkte gesammelt haben. Was das nun alles für Folgen hat, sagte Stanislawski auch noch: "Wir arbeiten uns jetzt langsam in Schlagdistanz zu den Teams, die oben und vor uns stehen." Platz vier sei nur noch vier Zähler entfernt.

Aber die Eroberung dieser Position würde letztlich auch nicht viel bringen, erst ab Platz drei wird es interessant, doch bis dorthin fehlen satte acht Punkte. "Mit einem Auge schauen wir schon nach oben", sagte Kapitän Miso Brecko, doch eine Voraussetzung für Gedanken an eine Flucht aus der Zweitklassigkeit seien eben "ab sofort viele Siege in Folge". Und genau das will Stanislawski erreichen, noch in diesem Jahr "haben wir da ja zwei Möglichkeiten". Gegen Braunschweig, den Tabellenführer, am kommenden Montag und in Sandhausen am Freitag danach.

Die verlockende Aussicht auf eine goldene Zukunft verdrängte am Sonntag allerdings den Blick auf eine sehr triste Gegenwart. Die Kölner spielten uninspiriert gegen tief stehende Gäste aus Ingolstadt, deren Taktik eine Kombination aus konzentrierter Zerstörung und massiver Verteidigung war, also genau das Konzept, das fast alle Teams in dieser Saison bisher in Köln angewendet haben.

Die Kölner haben ihre Spielweise im eigenen Stadion den Verhältnissen angepasst, sie stürmen von Beginn an nicht mehr wild und tollpatschig, sie spielen abwartend und quer, was zwei Folgen hat: weniger Konteranfälligkeit. Am Sonntag gab es nur zwei gefährliche Gegenstöße, die beide der Ingolstädter Caiuby vergab (11., 40.). Die zweite Konsequenz ergab sich aus der Einfallslosigkeit des FC: "Das Spiel war nicht schön", gab Stanislawski zu.

Plötzlich und unerwartet entwickelte sich aber eine entscheidende Situation. Eine Flanke von Tobias Strobl segelte hoch in den Ingolstädter Strafraum und erreichte dort den Kölner Stürmer Anthony Ujah. Der sprang dem Spielgerät entgegen, traf es mit Schwung und lenkte es einen Moment vor der Pause zum 1:0 ins Netz. Es war das sechste Saisontor des Nigerianers, den Stanislawski nach der Partie als "unseren Fixpunkt gegen Ingolstadt" bezeichnete. Einen Spieler wie ihn - robust, immer anspielbar, ausgestattet mit der Fähigkeit, Bälle halten zu können - "brauchst du, wenn es fußballerisch nicht läuft". Um wenigstens irgendwie gewinnen zu können.

Stanislawski: „Das Spiel war extrem zäh“

Die spielerische Zurückhaltung der Kölner mischte sich am Sonntagnachmittag vor allem in der ersten Hälfte mit einer erstaunlichen Fehlerquote. Caiubys erste Chance entsprang einem Fehlpass von Brecko, und weil sich die missglückten Abspiele vor dem Halbzeit-Pfiff häuften, begrüßte Stanislawski seine Spieler in der Kabine mit einem Hinweis: "Ihr seid übrigens die mit den weißen Trikots. Spielt bitte auch die mit den weißen Trikots an." In der ereignisarmen zweiten Hälfte hielt sich der FC weitestgehend an den Befehl des Trainers.

Zwei Chancen hatten die Kölner noch: Matthias Lehmann vergab aus 17 Metern (68.) und Ujah zögerte zu lange (75.). Trainer Stanislawski war es letztlich egal, dass die Möglichkeiten ungenutzt blieben, er freute sich vielmehr über den Lerneffekt seines Teams: "Wir sind reifer geworden. Wir spielen auch nach einer Führung nicht Hurra und Attacke nach vorn, sondern wir agieren abwartend und ruhiger, vor allem hinten." Dass die Verteidigung schmutzig erfolgte und funktionierte, hat Stanislawski schließlich sehr gefreut.

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