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Union-Randale: Polizei weist Vorwürfe zurück

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Eine Hundertschaft der Polizei beim Einsatz.  Foto: dpa
Die Ausschreitungen rund um das Heimspiel des 1. FC Köln am Wochenende sorgen für Streit. Die Kölner Einsatzkräfte weisen die Kritik von Union-Vertretern entschieden zurück. Die Berliner haben sich nicht an die Spielregeln gehalten, heißt es.  Von
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Köln

Nach den Ausschreitungen vor und während des Spiels des 1. FC Köln gegen Union Berlin am Samstag gibt der Verein aus der Hauptstadt der Kölner Polizei eine Mitschuld an den Ereignissen, bei denen drei Personen verletzt worden sind. "Die Fan-Trennung im öffentlichen Straßenland war Aufgabe der Kölner Polizei, und sie muss die Frage beantworten, wie eine solche Situation überhaupt entstehen konnte", sagte der Union-Fanbeauftragte Lars Schnell. Der Pressesprecher des Vereins, Christian Arbeit, ergänzte: "Bei uns in Berlin habe ich so was noch nie erlebt." Damit meint Arbeit den Umstand, dass zwei mit Berliner Ultra-Fans besetzte Busse in Richtung Südseite des Stadions und damit des Kölner Fanblocks gelangen konnten, obwohl sie einen Parkplatz nördlich der Aachener Straße ansteuern sollten.

Spielregeln missachtet

Volker Lange ist Einsatzleiter der Polizei bei Heimspielen des 1. FC Köln. Es sei richtig, sagt er, dass die Polizei für die Trennung der Fangruppen verantwortlich sei. Er betont jedoch auch, dass die Situation nur eskalieren konnte, "weil die Berliner sich nicht an die Spielregeln gehalten" hätten.

Nach Langes Darstellung hätten sich die zwei Busse von drei weiteren Fanbussen auf dem Weg zum Stadion abgesetzt. Die Busfahrer seien auf der Aachener Straße nicht links Richtung Parkplatz abgebogen, sondern rechts in Richtung Südseite des Stadions. Ob die Fahrer auf Druck der Ultra-Fans gehandelt haben, ist noch unklar. Schließlich bedienten die Fans laut Polizei am Salzburger Weg die Notentriegelungen der Busse und stürmten geschlossen raus.

Über die Junkersdorfer Straße bewegte sich die etwa 100 Mann starke Gruppe dann "Eisern Union" rufend in Richtung Südtribüne - ausgerechnet an den Beachvolleyballplätzen "Playa" vorbei, wo Kölner Extrem-Fans und Stadionverbotler die Heimspiele im Fernsehen verfolgen. Weil der Sicherheitsdienst der "Playa" schnell die Tore schloss, wurde ein Aufeinandertreffen der Hardcore-Anhänger beider Clubs verhindert.

Streit provoziert

Da sich die Gruppe auf dem Weg zum Stadion laut Polizei aber weder aufhalten noch abdrängen ließ, kam es vor der Südtribüne zu Auseinandersetzungen mit Kölner Fans, die sich durch die Berliner Ultras provozieren ließen. Das Inventar einer Würstchenbude wurde zu Wurfgeschossen umfunktioniert, auch Polizisten wurden angegriffen. Die Beamten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, nahmen 88 Berliner in Gewahrsam. Die Kölner Fans entkamen im Gewühl. Bei einer Besprechung in der Halbzeit, bei der Polizei und Vertreter der Vereine waren, habe sich der Berliner Sicherheitsbeauftragte für das Verhalten der Fans entschuldigt, heißt es. Am Sonntag erklärte Union Berlin: "Auseinandersetzungen dieser Art entsprechen in keiner Weise der Fußballkultur, für die Union eintritt." Da man bisher aber keine Information von beteiligten Fans habe, könne man sich nicht äußern.

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