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Adventskrimi — 23. Folge: Große Versammlung mit Feueralarm

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Jetzt kommt Sven doch noch zu seinem großen Finale mit allen Verdächtigen! Foto: Alex Jahn
Da stehen sie nun alle. Beide Gärtners, die Polizei, Pia, die Klatschtanten — sogar die rätselhaften Bestatter. Wer weiß, wie es zu dem Todesfall kam? Heute wird es ernst, schickt uns die Lösung und gewinnt!
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Nicht vergessen: Heute, am 23. Dezember, brauchen wir die Lösung des Falles — bis 20 Uhr per E-Mail an adventskrimi@ksta.de. Und hier geht's zu den Gewinnen. Viel Glück! Morgen, an Heiligabend, gibt's die Lösung (und mit Eurer Hilfe ein letztes eingebautes Wort).

Urlaub in der Karibik – mitnichten! Sven Gärtner und seine Oma entdecken nicht nur eine Leiche im Nebenraum, die alte Dame steht auch noch unter Mordverdacht. Das muss sich ändern! In der Nacht zum Heiligabend legen sich die Gärtners im Zimmer des Toten auf die Lauer …

Zwei Gärtners und der stille Gast

Der Einbrecher, den Oma mit ihrem Stock niedergestreckt hatte, war niemand Anderes als Javier Perez.

Verwirrt ließ Sven den Mann los. „Was machen Sie denn hier?“, fragte er.

„Was machen Sie denn hier?“, erwiderte Javier Perez in fehlerfreiem Deutsch und blinzelte das merkwürdige Dreiergespann an: Einen blonden Student aus Deutschland, dem die Knie zitterten, eine hübsche Puertoricanerin, die mit offenem Mund vorm Lichtschalter stand, und eine alte Frau mit stechenden Augen und perfekter Dauerwelle, die ihn mit ihrer Gehhilfe überwältigt hatte.

Wahrscheinlich kämpfte er gerade mit der Angst, nach Omas Schlag unter einer sehr skurrilen Halluzination zu leiden, dachte Sven – insbesondere, als Oma dann auch noch begann, vor Genugtuung mädchenhaft zu kichern.
„Danke, dass Sie unserem Ruf gefolgt sind, Herr Perez“, sagte sie. „Jetzt wird’s Zeit, die andern zu wecken, meint ihr nicht, Kinners?“

Kurzerhand hob sie noch einmal ihren Stock und stach ihn mitten auf den Knopf des nächsten Feuermelders.

Die Rauchmelder mochten nicht funktionieren, der Feueralarm jedoch sehr wohl. So schrill tönte die nervtötende Sirene, dass sich alle, sogar Oma, die Hände über die Ohren hielten. Es dauerte nicht einmal eine Minute, da flogen sämtliche Türen im Flur auf. Aufgeregt schnatterten die drei Klatschtanten, als sie, in dünne Morgenmäntel und flauschige Pantoffeln gehüllt, das Haar voller Lockenwickler, die Treppe hinuntereilten. Fluchend zog George Steele mit schlaftrunkener Miene unrasiert an ihnen vorbei. Aber seinen Waffengurt hatte er nicht vergessen. „Guter Ami-Bulle“, murmelte Oma.

Auch Herbert Baumann watschelte den Flur entlang, einen Stapel Zeitungen unterm Arm, die er wohl unbedingt vor den gierigen Flammen retten wollte.

Mit einem Mal machte Javier Perez einen Satz in Richtung Fenster. Sven packte ihn am Hemd, bekam den Stoff noch gerade so zu fassen, stemmte sich mit seinem ganzen Gewicht gegen die Flucht des Mannes. Ein Unheil verkündendes Reißen mischte sich unter die Sirene, nein, nein, nein! Das Hemd, es riss! Schon spürte Sven, wie Javier Perez sich seinem Griff entwand, die Hand dem Fenster entgegenstreckte, da sprang Pía dem Einbrecher wagemutig auf den Rücken.

Sie zog ihn zurück, beide Arme fest um dessen Hals geschlungen. Perez begann, sich zu schütteln, zu bocken, und obwohl Pía sich mit aller Kraft an ihn klammerte, rutschte sie immer weiter ab. Dieses Mal hechtete Sven ihr zu Hilfe: Er packte den Stock seiner Großmutter und rammte ihn Javier Perez vor die Füße, sodass dieser der Nase nach hinknallte.

Was seine Oma konnte, das konnte er schon lange!

Sven knotete eilig seine Schnürsenkel um Javier Perez’ Hände, während Pía auf dessen Rücken kniete. Dann gingen endlich auch Sven, Pía und Oma die Treppe hinunter, einen sehr widerwilligen Javier Perez vor sich herschiebend. In der Eingangshalle machte Oma einen Schlenker zur Rezeption, wo sie Perez anwies, das an ihn adressierte Päckchen mitzunehmen. Danach verließen sie die Pension.

Auf der Straße, dem ausgewiesenen „Sammelplatz bei Feuernotfällen“, bibberten die Klatschtanten vor sich hin, sehr zu Omas Freude, die den Damen den Spitznamen Pantoffeltierchen verpasst hatte und jedes Mal wieder über sich selbst lachen musste.. Sven konnte das überhaupt nicht verstehen – ihm war noch nie so heiß gewesen, nicht mal, als sein Sonnenbrand ihn den ganzen Tag gepiesackt hatte.

Ganz langsam, ganz genüsslich trat Oma nach vorn, stolzierte geradezu mit ihrem Fang auf den Vorplatz.

„What's she doing here?“, brüllte George Steele. „And who the hell is this?!“

Oma grinste. „Ist nicht gut für den Blutdruck, Ihr ganzes Gebrüll, Herr Wachtmeister“, sagte sie, bevor sie sich umschaute. Es schien, als suche sie jemanden, als zählte sie die Anwesenden nach.

„Wir sind fast alle hier“, murmelte sie. „Fehlt nur noch ...“

Behände ging sie auf den schwarzen Mietwagen zu, der noch immer vor der Pension stand. Ohne zu zögern öffnete sie die Fahrertür.

Als sie wieder zu der Versammlung zurückkehrte, war sie nicht allein. Ihr folgten die Frau und der Mann, welche die Pension beschattet hatten.

„Jetzt sind wir so weit!“, verkündete sie lächelnd und deute auf die Neuankömmlinge. „Meine Damen, meine Herren, darf ich vorstellen: Simon Dresch und Monika Kaspar.“

Javier Perez zuckte zusammen, als er den letzten Namen hörte, genau wie Sven. Kaspar? Aber das war doch der Nachname von ...
„Die Frau des Toten und ihr Geliebter“, ergänzte Oma, und zwinkerte Sven zu. Nun konnte ihr großes Finale also endlich beginnen!

Das heute eingebaute Userwort „Pantoffeltierchen“ hat uns @strJa per Twitter zukommen lassen. Vielen Dank fürs Mitmachen! Auch für die nächste Folge suchen wir aus Euren Vorschlägen wieder ein schweres, lustiges, abseitiges, sperriges oder schönes Wort aus. Schickt Eure Vorschläge via Twitter an @ksta_lokal oder auf Facebook als Kommentar oder Privatnachricht. Stichwort/Hashtag: #adventskrimi12

Wort gesucht!
Gewinner gesucht!

Für die nächste Folge suchen wir aus Euren Vorschlägen wieder ein schweres, lustiges, abseitiges, sperriges oder schönes Wort aus. Schickt Eure Vorschläge via Twitter an @ksta_lokal oder auf Facebook als Kommentar oder Privatnachricht. Stichwort/Hashtag: #adventskrimi

Haben Sie den Fall schon gelöst, an dem Sven und Oma sich die Zähne ausbeißen? Unter den erfolgreichen Adventskrimi-Ermittlern verlosen wir..... . Einsendeschluss an adventskrimi@ksta.de ist der 23. Dezember 2012, 20 Uhr. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir als 1. Preis ein iPad 3, als 2. Preis 2x2 Karten für die Ice-Ace-Liveshow in der Lanxess-Arena, als 3. Preis 2x2 Karten für die Harlem Gospel Singers in der Lanxess-Arena und als 4. Preis 2x2 Karten für die Weiberfastnacht im DuMont-Zelt. Wir benachrichtigen die Gewinner in der zweiten Januarwoche. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren vollständigen Vor- und Nachnamen, Ihre Postadresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.

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