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„Siegtal pur“: Autofreier Sonntag im Siegtal

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Siegtal pur, freie Fahrt für Radfahrer von Siegburg bis Netphen.  Foto: Andreas Helfer
Am Sonntag hat die Landstraße zwischen Siegburg und der Siegquelle den Radfahrern und Inlineskatern gehört. Bei der 18. Auflage von „Siegtal pur“ kam den Zweiradfahrern dort kein Auto in die Quere – ein Hochgenuss.  Von
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Rhein-Sieg-Kreis

Hauptradwege, auf denen kein einziges Auto den Radlern in die Quere kommt, das ist der Traum vieler Verkehrspolitiker, allen voran jener grüner Couleur. Wie schön das sein kann, war jetzt zur 18. Auflage von „Siegtal pur“ zu erleben.

Auf 130 Kilometern gehörte die Landstraße zwischen Siegburg und der Siegquelle Mountainbikern, Rennradfahren, Kinderrädern, Inlineskatern und Liegerädern.

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Dieter Theisen vom Roten Kreuz gehörte zu den Hunderten ehrenamtlicher Helfer, die das Großereignis überhaupt erst möglich machten. Er und seine Kameraden hatten mitten in Hennef eine von vielen Notfallstationen eingerichtet, inklusive eines Zelts mit Liegen für überanstrengte Radler mit Kreislaufproblemen.

„Viele trinken zu wenig und sind dehydriert“, weiß Theisen aus jahrelanger Erfahrung. Aufgefallen sei ihm auch, dass morgens noch alle sehr brav unterwegs seien und sich vor allem an die Maßgabe hielten, immer rechts zu fahren. Gegen Nachmittag würden die Teilnehmer indes immer übermütiger. „Aber sonst ist das natürlich alles eine feine Sache“, so der Helfer.

Kein Tag für gute Vorsätze

Wer gute Vorsätze gefasst hatte, auf der Strecke ein paar Pfund abzunehmen, wurde auf eine harte Probe gestellt. Allenthalben lockten Waffeln mit Eis, Muffins, Schwenkbraten, Currywurst, Fritten, Gyros und Kuchen, oft angerichtet von Vereinen, die so ihre Kasse aufbessern.

So etwa in Stein, unterhalb von Burg Blankenberg, wo die Bürgergemeinschaft zu Tisch bat. „Für uns ist das die wichtigste Veranstaltung“, so die Vereinsvorsitzende Josefine Schröder. Die Einnahme aus mehr als 300 verkauften Mahlzeiten werde für den Unterhalt des vor sechs Jahren eingeweihten Gemeinschaftshauses gebraucht, das eine wichtig Adresse für die Senioren im Dorf ist, aber auch gemietet werden kann. Sie freut sich besonders über Stammgäste zu „Siegtal pur“, etwa weit gereiste Radler aus Siegen: „Man sieht sich nur einmal Jahr und freut sich dann natürlich.“

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Eine Pause in Stein machten auch die Kölner Stefan Müller und Susanne Goldschmidt. Auf ihrem Weg von Au zurück nach Wahn hatten sie schon etwa die Hälfte der Strecke hinter sich, und im Windecker Ländchen waren ihnen sofort die vielen Angebote der „freundlichen Leute“ aufgefallen. Stefan Müller freute sich, dass so viel Qualität auch für „kleines Geld geht“ – und nicht zu den hohen Preisen, die er in Köln gewohnt sei.

Die Polizei sprach am Abend von großem Andrang und einem ruhigen Verlauf. Eine Inline-Skaterin hatte sich allerdings bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen und musste per Rettungswagen abtransportiert werden.

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