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Bergischer Geschichtsverein: Angst um die Denkmäler der Stadt

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Rathaus in Bensberg Foto: Roland Neumann
Der Bergische Geschichtsverein hat sich mit einem Offenen Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gewandt. Damit stellt sich der Verein gegen die Pläne, Fördermittel für die Denkmalpflege zu kürzen.  Von
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Rhein-Berg

Der Bergische Geschichtsverein fürchtet um die Denkmäler der Region. In einem Offenen Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wenden sich die 14 Abteilungen des Geschichtsvereins gegen Pläne, die Fördermittel für die Denkmalpflege in den nächsten Jahren massiv zu kürzen.

Sollte sich das Land bis 2015 aus der Förderung vollständig zurückziehen, könnten viele finanzschwache Kommunen nicht einspringen. „Ohne öffentliche Unterstützung wächst aber die Gefahr, dass schützenswerte Bauten als Last gesehen werden, verfallen oder abgerissen werden“, so Max Morsches, Vorsitzender der Abteilung Rhein-Berg. Die Landesregierung plane, den Etat für Denkmalförderung von 11,4 Millionen Euro 2012 auf 9,4 Millionen Euro in diesem Jahr zu kürzen, 2014 noch einmal sechs Millionen einzusparen und 2015 auf Null herunter zu fahren, so der Geschichtsverein in seinem Brief.

Denkmalpflege solle dann nur noch mittels Darlehen unterstützt werden. Das aber sei der Ruin vieler Projekte, befürchten die Historiker. Eine große Anzahl denkmalgeschützter Objekte wie Wohn- oder Bauernhäuser, Mühlen, historische Bahnstrecken und andere würden von Privatleuten und Vereinen restauriert und unterhalten. Diese seien zur Aufnahme von Darlehen nur selten in der Lage.

„Oft besteht ihr Eigenanteil fast ausschließlich aus Arbeitsleistung, der sogenannten Muskelhypothek“, erläutert der Verein. Die Streichung der Fördergelder würde zwangsläufig dazu führen, dass viele der für die Geschichte, das Erscheinungsbild und den Tourismus des Landes unverzichtbaren Denkmäler mittelfristig zugrunde gingen.

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