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Eiersuche: Schokospuren im Mai

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Nach Ostern finden sich immer noch ein paar Reste des Eiersuchens. Foto: dpa-tmn
Am Wochenende wurden wieder fleißig Ostereier gesucht. In Erwartung einer hohen Ausbeute, geht man dabei selbstverständlich sehr gründlich vor. Und doch finden sich im Laufe des Jahres noch ein paar Überbleibsel.  Von
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Rhein-Berg

Die inzwischen schon recht großen Kinder haben sich wirklich Mühe gegeben: Unter großem Hallo haben sie den Garten durchkämmt, tapfer der bitteren Kälte getrotzt und die zuvor ach so raffiniert versteckten Leckereien schließlich triumphierend an sich gerafft. Die grobe Zählung ergab eine hohe Übereinstimmung zwischen hingelegten und weggenommenen Schoko-Eiern, Häschen und sonstigem Süßkram. Allerdings war auch in diesem Jahr eine genaue Registrierung unmöglich, da die ersten bereits zwecks Stärkung während der Eiersuche verputzt worden waren. Die Folgen sind, das lehrt die Erfahrung aus den vergangenen Jahren, so unabwendbar wie unerfreulich: Bräunliche Matsche auf der Außen-Fensterbank des Badezimmers an einem Tag im Mai zu entdecken gehört ebenso dazu wie das Abpflücken von brüchigem Stanniol von Gartengeräten bei der ersten Pflanzaktion und das Platt-Treten vergessener Süßigkeiten beim ersten Barfuß-Ausflug auf die Wiese. Noch kein einziges Mal ist es gelungen, alle Verstecke so gründlich zu erfassen, dass sie vom Nachwuchs auch sämtlich geplündert werden konnten.
Vielleicht ist es in der modernen Durchschnittsfamilie anno 2014 mal an der Zeit, aus dem Eiersuchen eine Art Geocaching zu machen und jedes Versteck mit seinen Koordinaten satellitentechnisch einzuspeichern. Das könnte nicht nur für einen sauberen Garten und weniger Geldverschwendung sorgen, sondern auch für ausgesprochen coole Suchaktionen: Statt „heiß“, „warm“ oder „eiskalt“ zu brüllen, werden die Eiersucher nach 44 Grad Nord, sieben Minuten geschickt – ei, da sitzt ja das Schokohäschen.

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