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Ideenreich: Der Kunde als Maß aller Dinge

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Die Gesichter eines Wettbewerbs: „Ideenreich“ sollten die Unternehmen sich zeigen – und das haben die Kunden ihnen bestätigt.  Foto: Christopher Arlinghaus
Die Sieger des Wettbewerbs „Ideenreich“ wurden in der Villa Zanders für ihre Kreativität ausgezeichnet. Auf Platz eins landete das Schlafstudio Siebertz, dicht gefolgt von Schuhmachermeister Rolf Brumm. Den dritten Platz belegte die "Villa Maunz".  Von
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Rhein-Berg

Ein Bett in Königsblau für Schalke-04-Fans oder in Ferrarirot für Formel-Eins-Freunde? Kein Problem. Und wer sich noch nicht zum Kauf entschließen möchte, kann ein Bett für eine Woche gegen Gebühr ausleihen – zum Probeliegen. Mit Ideen wie diesen hat das Schlafstudio Siebertz aus Overath den Wettbewerb „Ideenreich“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“ gewonnen, das bereits die Service-WM vor zwei Jahren für sich entschieden hatte. Und warum? „Die persönliche Bindung ist das A und O“, betonte Mitinhaber Bernd Siebertz. „Das ist die große Chance für den Fachhandel.“ Für „Ideenreich“ hatten mehr als 1000 Kunden den 30 teilnehmenden Firmen in den vergangenen Monaten Noten für die Kreativität gegeben, von eins bis sechs, wie in der Schule. Auf das Ergebnis, betonte Karsten Hundhausen, Gesamtanzeigenleiter der Zeitungsgruppe Köln, könnten alle Teilnehmer stolz sein: 1,48 ist die Durchschnittsnote aller Firmen. Dementsprechend dicht liegen die drei ersten Plätze beieinander.

Auf Siebertz mit 1,16 folgte auf Platz zwei mit 1,32 Schuhmachermeister Rolf Brumm aus Overath. Neben hoher Qualität legt er Wert auf ein Schwätzchen mit den Kunden, und er gehe auf ihre Wünsche ein, sagte Brumm: „Die Kunden sind schließlich mein Arbeitgeber.“ Sogar auf Youtube ist er zu finden – mit einem Film, den seine Tochter Sabrina Brumm im Rahmen ihres Studiums des Technikjournalismus an der Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg gedreht hat. Auf Zufriedenheit beim Kunden setzt auch Brigitte Lins-Tennert – und auf die der Besitzer: Ihr Katzenhotel „Villa Maunz“ aus Overath belegte mit einer Note von 1,38 den dritten Platz. Sogar leise Musik bekommen die Samtpfoten zu hören. Brigitte Lins-Tennert: „Wenn ich den Besitzern eine glückliche Katze zurückgeben kann, haben wir den Job richtig gemacht.“

Landrat Hermann-Josef Tebroke lobte das Engagement der Teilnehmer und des bergischen Handels insgesamt: „Hier wird ein Mehrwert angeboten für die Menschen vor Ort, und das erhöht die Lebensqualität.“ Wie man die Kunden auf diese Qualität aufmerksam macht, hatten die Teilnehmer in mehreren Workshops bei Marco Morinello gelernt, der die Anzeigen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Internet betreut. Sein Credo: Kreativität und Mut stehen am Anfang jeder Erfolgsstrategie. Wie das aussehen kann, zeigte Olaf Brandenburg, der mit seinem Bruder eine Werbeagentur betreibt: Um ihren Ableger für Internet-Werbung namens „Erntedank“ bekannt zu machen, brachten sie ein Foto in der Optik des Dienstes Google Street View ins Internet. Das Bild suggerierte, das Google-Kamerafahrzeug habe zufällig eine Geburt auf der Straße gefilmt – vor dem Berliner Agenturgebäude. Das Foto ging um die Welt und machte „Erntedank“ auf einen Schlag bekannt. Merke: Auch abstruse Ideen können zum Erfolg führen.

Weil die abstimmenden Kunden die entscheidende Rolle im Wettbewerb spielten, gab es für sie auch etwas zu gewinnen: Der Rundflug über die Region ging an Christian Kauer. Er lobte den bergischen Einzelhandel, dessen Mitarbeiter besonders freundlich seien: „Und als Bayer erlaube ich mir, das zu beurteilen.“

www.ksta.de/ideenreich

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