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Internet: Bibliotheken arbeiten zusammen

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Die Stadtbücherei Pulheim möchte ihr Angebot ausweiten. Sie plant ein Ausleihportal für digitale Medien.  Foto: Privat
Die Bibliotheken von Bergheim, Brühl, Elsdorf, Frechen und Pulheim planen ein gemeinsames Portal von Büchereien. "Onleihe Erft" heißt das Projekt, das Zugriff auf 5000 E-Books, digitale Hörbücher und E-Paper bieten soll.  Von
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Rhein-Erft-Kreis

Heutzutage gibt es kaum noch Haushalte, in denen kein Smartphone oder Tablet-PC existiert. Dementsprechend hat sich auch die Nutzung von Medien verändert. E-Audios, E-Books und E-Paper erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Auf diesen Trend reagieren jetzt auch die Stadtbibliotheken der Erftkreis-Kommunen Bergheim, Brühl, Elsdorf, Frechen und Pulheim sowie die Stadt Euskirchen aus dem Nachbarkreis. "Onleihe Erft" heißt das Projekt, für das die Kommunen jetzt im Brühler Rathaus eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben haben.

5000 E-Books

Ab dem Herbst wird es ein gemeinsames Internet-Portal der Stadtbibliotheken geben, über das die Benutzer Zugriff auf 5000 E-Books, digitale Hörbücher und die E-Paper diverser Tageszeitungen haben. Musik und Videos werden allerdings nicht angeboten. "Wir erschließen uns auf diesem Weg nicht nur eine neue Nutzergruppe, sondern verschaffen den Einrichtungen so auch einen Imagegewinn durch Modernität", erklärte Brühls Bürgermeister Michael Kreuzberg. Die Ausleihe dieser Medien sei völlig unabhängig von Öffnungszeiten und daher beispielsweise insbesondere für berufstätige Menschen interessant. "Auch wenn ich als Germanist immer noch lieber ein Buch aus Papier in den Händen halte, darf man sich solchen Entwicklungen nicht verschließen."

Die Idee für das Projekt stammt aus Bergheim, vom dortigen Leiter der Stadtbibliothek, Werner Wieczorek. "Allerdings war uns klar, dass ein solches Vorhaben nicht allein von einer Bücherei gestemmt werden kann. Daher sind wir froh, dass wir schnell Mitstreiter gefunden haben", lobte Bergheims Bürgermeisterin Maria Pfordt die interkommunale und kreisübergreifende Kooperation. Die Kosten halten sich dementsprechend in Grenzen. Die Gesamtinvestition von 90 000 Euro wird zu 80 Prozent vom Land gefördert. Demnach werden 3000 Euro pro Kommune fällig.

Ausleihe für drei Wochen

Genutzt werden kann die Onleihe von jedem, der einen Ausweis für die Bibliothek aus einer der teilnehmenden Städte hat. Extrakosten kommen auf die Benutzer nicht zu. Während ein gedrucktes Buch vier Wochen lang ausgeliehen werden kann, soll die Leihe von E-Books und E-Audios auf voraussichtlich drei Wochen beschränkt werden.

"Danach wird die Datei gesperrt", erklärte Wieczorek die Funktionsweise. Tageszeitungen können für eine Stunde heruntergeladen werden, Wochenzeitungen für einen Tag. "Das Angebot ist allerdings eingeschränkt, es beteiligen sich nicht alle Verlage an dem Angebot." Um die Verhandlungen mit den Verlagen kümmert sich der Anbieter des Portals, Divibib. Die Kosten für den Betrieb des Portals bezeichnete Wieczorek als "unerheblich".

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