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Konjunktur: Nur das Wetter stört die Bilanz

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Auch die Dachdecker der Region vermelden laut Konjunkturumfrage eine gute Auftragslage.  Foto: Roland U. Neumann
Laut Konjunkturumfrage sind die Handwerksbetriebe in Rhein-Berg, Leverkusen und Oberberg mit ihrer Situation überwiegend zufrieden. Besonders Dachdecker, Maler und Lackierer dürfen sich über eine gute Auftragslage freuen.  Von 
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Rhein-Berg

Ziemlich erfreulich ist erneut die Konjunkturumfrage ausgefallen, an der sich die Handwerksbetriebe in der Region beteiligt haben. 45 Prozent der Betriebe in Rhein-Berg, Leverkusen und Oberberg schätzen ihre Situation als „gut“ oder „sehr gut“ ein. Weitere 44 Prozent sind zumindest „zufrieden“.

Die Kreishandwerkerschaft, die die Fragebogenaktion regelmäßig startet, spricht von Optimismus, der sich nun schon seit einigen Jahren hält. Hauptgeschäftsführer Marcus Otto: „Allerdings müsste der Höhepunkt jetzt erreicht sein.“
Einzelne Berufsgruppen ragen aus der Entwicklung heraus. Besonders Dachdecker sowie Maler, Lackierer und auch Metaller meldeten eine gute Auftragslage. Allerdings war zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht klar, dass in diesem Jahr der Winter bis Ende März anhält. Otto: „Das Wetter ist ein echtes Problem. Die Dachdeckerfirmen und auch die Beschäftigten im Rohbau können teilweise nicht tätig werden, obwohl sie genügend Aufträge haben.“ 23 Prozent aller an der Aktion teilnehmenden Betriebe haben im Jahr 2012 zumindest einen neuen Arbeitsplatz geschaffen. Die Zahl der Überstunden ist gleichzeitig leicht gesunken. Aber in 47 Prozent der Betriebe wird immer noch länger gearbeitet, als es die Tarifvereinbarungen eigentlich vorsehen.

Profitieren von der guten Entwicklung konnten auch die Auszubildenden. Die Ausbildungsquote ist unverändert hoch. Kampagnen der Kreishandwerkerschaft, aber auch der Arbeitsagentur und der IHK zeigen Erfolg: Seit ein paar Jahren wird vor einem drohenden Fachkräftemangel gewarnt, dem man nur mit frühzeitiger Ausbildung begegnen könne. Das Sorgenkind der Handwerkerschaft, die Friseurbetriebe, scheint derweil aus dem Gröbsten heraus zu sein. „Wir haben den Eindruck, dass sich die Branche gesundgeschrumpft hat“, sagte Otto.

Bei den elektronischen Medien gehen die meisten Handwerksbetriebe inzwischen mit der Zeit. 66 Prozent haben eine eigene Homepage, über die sie zielgerichtete Eigenwerbung betreiben können. Bei den sozialen Netzwerken wie Facebook machen allerdings die wenigsten mit – nur 21 Prozent. 64 Prozent der Betriebe kreuzten „Nein, danke!“ an. 14 Prozent fragten gar: „Was ist das?“

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