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Landratswahl: Kein Kampf, keine Verletzungen

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Die Findungskommission hat schnell gearbeitet. Die Auswahlkriterien und das zur Verfügung stehende Personal hätten schließlich rasch, nur elf Tage nach der  Von
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Rhein-Erft-Kreis/Bergheim

Die Findungskommission hat schnell gearbeitet. Die Auswahlkriterien und das zur Verfügung stehende Personal hätten schließlich rasch, nur elf Tage nach der Rücktrittsankündigung von Landrat Werner Stump (CDU), bei der SPD zu einer einhelligen und einstimmigen Entscheidung geführt. Das sagte SPD-Parteichef Guido van den Berg gestern und zeigte sich mit der Vorentscheidung des Kreisvorstands sehr zuversichtlich, auch wenn die Mitglieder der SPD erst am Samstag, 23. Februar, zur Kür des Kandidaten zusammenkommen. Gestern jedenfalls präsentierten sie Florian Herpel, den Mann, der vermutlich gegen Michael Kreuzberg (CDU) um das Amt des Landrats kämpfen wird.

Der 43-jährige Volljurist ist im elften Jahr Dezernent in Pulheim. Der Vater von drei Kindern begann seine berufliche Laufbahn 1999 bei einer großen Versicherung, wechselte nach kurzer Zeit zum Landschaftsverband Rheinland und ging 2002 nach Pulheim. Aber auch im Kreis kennt Herpel sich aus, war acht Jahre Mitglied des Kreistages und zu Beginn in den Reihen der SPD einer der Jüngsten im Kreistag überhaupt. In den nächsten Wochen will sich der Kandidat über Pulheim hinaus bekanntmachen und damit mehr vom Menschen Herpel zeigen als bei der Bürgermeisterwahl vor drei Jahren. Damals unterlag er Frank Keppeler (CDU).

Immer noch Zuzugsregion

In kurzen Zügen skizzierte Herpel bei seiner Vorstellung im Kreishaus wichtige Punkte für eine mögliche Amtszeit. Darin geht es um die Schaffung von Arbeitsplätzen, das zunehmende Alter der Bevölkerung sowie den Fachkräftemangel.
„Der Kreis ist immer noch eine Zuzugsregion“, sagt er. Dies müsse man nutzen. Auch Herpel findet es wichtig, wie der amtierenden Landrat gut vernetzt zu sein. Er will die Behörde nicht im feudalen Stil leiten. Mit den Kommunen werde er auf Augenhöhe arbeiten, versprach der 43-Jährige. Er will Grundschüler wieder mehr zum Lesen bringen und Grundschülern regelmäßig ein Buch zur Verfügung stellen.

Bei der Vorentscheidung hat es „keinen Kampf und keine Verletzungen gegeben“, betont Parteivorsitzender Guido van den Berg, während Fraktionschef Hans Krings unterstreicht, Herpel sei aus einem Strauß von Kandidaten ausgewählt worden.
Wie groß der Strauß wirklich war, bleibt das Geheimnis der SPD. Sicher ist nur, dass bereits am 17. Januar viele namhafte Kandidaten abgewunken haben. Herpel setzt, wie sein Freund und SPD-Bundestagskandidat Dierk Timm, auf einen gemeinsamen Wahltermin für Bundestag und Landrat am 22. September. Herpel, so Timm, „hat dann gute Chancen zu gewinnen“.

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