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Mottowoche: Fünf Tage, an denen der Spaß regiert

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Kurz vor Schulschluss zeigen sich die Abiturienten noch einmal von ihrer besten Seite: Der Asi-Tag. Foto: Christopher Arlinghaus
Kurz vor Schulschluss denken sich die Absolventen Motto-Tage aus – von „Kinderhelden“ bis „Hogwarts“. Dann kommen sie fünf Tage lang bunt verkleidet in die Schule und stellen alles auf den Kopf.  Von
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Bergisch Gladbach

Diese Woche war es wieder soweit: Wir Abiturienten des Jahrgangs 2013 starteten in unsere letzte Schulwoche vor den Abiturprüfungen und machten uns, wie auch die Jahrgänge davor, einen großen Spaß daraus.
In den letzten fünf Tagen vor den Osterferien, der so genannten Mottowoche, konnten wir nach zwölf langen und anstrengenden Jahren endlich die abgeschlossene Schulzeit feiern. Der Unterricht findet zwar bis freitags regulär statt, jedoch machten wir mit den Aktionen vor dem bald anstehenden Prüfungsstress noch einmal richtig Party.

Da hieß es, den alten Schulranzen aus der Grundschule wieder heraus zu kramen, die verrücktesten Outfits zu erstellen und vor allem: Mut zu haben, sich zum Clown zu machen. In der Mottowoche ging es in erster Linie darum, möglichst lustig auszusehen.

Die Devise lautet: fünf Tage – fünf Mottos. An jedem Tag wurde ein anderes Thema umgesetzt, für die die einzelnen Schulen vorher zusammen abgestimmt haben.
Meine Schule, das Dietrich – Bonhoeffer Gymnasium in Heidkamp, Bergisch Gladbach, hat sich für die sehr bekannten Mottos „Erster Schultag“, „Asi/Bad Taste“, „Kinderhelden“ und „Hogwarts“ entschieden. Am Freitag, unserem „letzten“ Tag, werden wir alle traditionell unsere auf das Abi-Motto abgestimmten Abi-Pullis tragen.

Im Hinblick auf die Wahl der Kleidung haben wir bei der Umsetzung der Themen freie Hand, das wichtigste sind Originalität und Kreativität.
Meine persönlichen Favoriten in der Mottowoche waren die ersten beiden Tage mit den Mottos „Erster Schultag“ und „Bad Taste“. Es ist wirklich toll, sich am Ende der Schulzeit, wenn man fast schon erwachsen ist, noch einmal an seine Anfänge erinnern und sich wieder zu kleiden wie früher. Hosen mit Hochwasser, Zöpfe, die alte Schultüte und der heiß geliebte Scout-Schulranzen, auch wenn ich mir diesen bei meiner Nachbarin leihen musste. Bei mir hat der Tag viele tolle Erinnerungen an die Grundschule geweckt, aber mich auch etwas erschrocken, weil diese Zeit so unglaublich schnell vorbeigegangen ist. Noch vor kurzem betrat ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Klassenraum, und schon bin ich froh, diesen für immer wieder verlassen zu können.

Das Thema „Asi/Bad Taste“ fand ich auch sehr lustig, weil wir uns als Gymnasiasten so mal von einer ganz anderen Seiten zeigen konnten. Wo wir sonst auf ordentliche Kleidung und gepflegte Ausdrucksweise achten, konnten wir bei diesem Motto mal alle Manieren über Bord werfen und es uns in Jogginghose und Pulli in der Schule gemütlich machen.

Beim Thema „Kinderhelden“ hatten wir endlich die Möglichkeit, selbst einmal in die Rolle eines großen Vorbildes aus der Kindheit zu schlüpfen und dieses bestmöglich zu imitieren. An diesem Tag liefen Prinzessinnen, Supermänner, Pippi Langstrumpf, Bibi Blocksberg, Peter Pan, Barbie und viele weitere solcher Figuren durch die Schule. Dieses Motto finde ich zwar schön, aber schwierig umzusetzen, es sei denn, man hat irgendwo noch Kostüme von Karneval verstaut.
Am letzten regulären Schultag, dem Donnerstag, hat sich das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium für das Motto „Hogwarts“ entschieden, weil dieses auch das Motto für unseren Abi-Ball ist. Hier haben wir freie Auswahl, welche Gestalt aus dem Roman wir darstellen möchten. Bei diesem Thema sollte man sich auf viele gruselige und fantasievolle Gestalten vorbereiten. Die Idee einiger Schüler zu diesem Thema war es außerdem, ein Quidditch-Turnier in der Pausenhalle zu veranstalten, wobei die verschiedenen Mannschaften der „Hogwarts-Häuser“ gegeneinander antreten.

Trotz zwischenzeitlichem Einschreiten ihrerseits in unsere Aktionen haben sich die Lehrer mit den Jahren bereits an das Geschehen vor den Osterferien gewöhnt, und auch die restlichen Schüler der Schule wissen, was in der Mottowoche passiert. Die Reaktionen nicht eingeweihter Passanten auf der Straße, denen meine Freunde und ich nach der Schule in unseren Verkleidungen begegnen, sind jedoch teilweise sehr verschieden. Manche mustern uns von Kopf bis Fuß mit kritischem Blick, andere lachen amüsiert, aber verwirrt zeigen sich fast alle.

Neben den tollen Outfits steht aber natürlich auch der Spaß im Vordergrund. Die ganze Woche schon haben wir uns mit Musik in unserem Oberstufenraum eingestimmt. Nachdem wir am letzten Tag nach der Zeugnisvergabe schon kräftig reingefeiert haben, machen wir Abiturienten am Freitag noch einmal richtig Remmidemmi in der Schule. Mit Autokorsos, auf Inlinern oder mit Bobby-Cars wird das Schulgelände unsicher gemacht, in den Pausen mit lauter Musik und Gegröle gefeiert und mit ausgelassener Stimmung die Schulzeit beendet.

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