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Natursteig Sieg, Tour 10: Bergauf und Bergab auf Tour 10

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Foto: Ralf Rohrmoser von Glasow
50 Teilnehmer haben sich bei der zehnten Leserwanderung auf dem Natursteig Sieg auf einen Weg voller Auf- und Abstiege gemacht. Bergauf und Bergab ging es mit Begleiter Richard Grothus.  Von
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Windeck/Rhein-Sieg

Die drei „Bergziegen“ sind wieder vereint, als es auf die achte und letzte Etappe des Natursteigs Sieg vom Bahnhof Schladern zum Bahnhof Au geht. Und es ist genau die richtige Tour für die drei schnellen Damen, die so einige der Bergwertungen für sich entscheiden. Wenn da nicht Manfred Klasen wäre: Der 81-Jährige tummelt sich ständig an der Spitze und darf sich über die Bewunderung so mancher jüngerer Wanderer freuen. Auf- und Abstiege, meist giftig und steil, sind Dauerthema des heutigen Tages.

In „kleiner Runde“ geht es am Morgen los. 50 Teilnehmer sind dabei, als Richard Grothus, Umweltbeauftragter der Gemeinde, den neu gestalteten Bahnhof, Baujahr 1860, mit Büros und Café vorstellt. Mit neuer Veranstaltungshalle und dem Biergarten „Elmores“ entstehe hier eine neue Achse, die durch eine noch zu schaffende Wegeverbindung noch verstärkt werden solle.

Dann geht es los, über den Mäanderweg in Richtung Burg Windeck. Die Wanderer haben einen wunderbaren Blick auf die mächtige Ruine, bevor es durch den sumpfigen Sieg-Altarm geht. Steil nach oben steigt die Truppe, durch Schladern durch und zu den historischen Mauern – Panorama-Aussicht über alte Kapelle und Vorburg. Ein Schloss sei 1859 im Innenhof entstanden, erzählt Grothus, am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es beschossen und später abgerissen. Zerstörungen schon während des 30-jährigen Krieges, später durch die Franzosen, anschließend durch Bürger, die jene Mauern als Steinbruch nutzten – die Geschichte ist eine des Verfalls. Wer mehr vom Leben in früheren Zeiten wissen will, dem empfiehlt der Wanderführer einen Besuch im nahen, liebevoll hergerichteten Museumsdorf.

Leider reicht an diesem Tag die Zeit nicht dafür. Weiter geht es bergauf und bergab, durch historische Hohlwege und lichte Wälder, bis der rote Aschensportplatz durchs satte Grün leuchtet. So weit führt der Weg nicht, hinab geht es zum Westertbach, der über große Trittsteine zu überqueren ist. An der Bundesstraße 256 heißt es sammeln, gemeinsam hinüber und wieder hinein in den Wald. Noch ein Buckel, dann folgt ein langer, dieses Mal aber sanfter Anstieg. Was nach oben geht ... Genau, zur Mittagspause lockt der Talgrund an der Bachmühle! Die Wirtin hat eigentlich Ruhetag, versorgt die Gruppe aber mit Getränken. Burgi Krämer ruft einige zur Gymnastik. Sie strecken die Beine nach hinten und vorne, ein kurioser Anblick – aber es hilft wohl.

Denn der folgende Berg ist knackig, wie auf einem Grat windet sich der Pfad, der Blick nach unten entschädigt für den Schweiß. Ein wenig von Thomas Manns „Zauberberg“ ist am Waldkrankenhaus zu spüren, nur ein bisschen weiter kommt der wohl imposanteste Aussichtspunkt des Tages, der Alte Stuhl. Von Rosbach auf 129 Meter Höhe bis nach hier oben sind es 157 Meter. Das entspricht der Höhe des Kölner Doms, wie Grothus vorrechnet. Bald schon warten die nächsten Herausforderungen auf die Gelenke, ein Abstieg, eine weitere Höhe. An Hurst zieht der Natursteig vorbei ins Schlüsselsiefental, aus der Ferne röhren die Moto-Crosser.

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Der letzte Berg vor dem Auer Wald schenkt den Wanderern noch eine fantastische Aussicht, dann folgt der finale, lang gezogene Abstieg durch den Forst, vorbei an mehrhundertjährigen Eichen bis zum Bahnhof in Au – geschafft.

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