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Politik: Pornos auf dem CDU-Laptop

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Der Karikaturist des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat sich ein eigenes Bild von der Weilerswister Porno-Affäre gemacht.  Foto: Ralf Kramp
CDU-Fraktionschef Hans-Peter Nußbaum ist die Schlagzeilen geraten: Ein nur von ihm genutzter, von der Gemeinde finanzierter Fraktions-Laptop war mit Viren verseucht. Die hat sich Nußbaum nach Meinung von IT-Experten wohl beim Surfen auf Porno-Seiten eingefangen.  Von
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Weilerswist

Bei manchen Zeitgenossen ist Weilerswist ja als Skandal-Kommune verschrien. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die politischen Machtverhältnisse in der Gemeinde seit eh und je heftig umkämpft sind. Entsprechend hart sind die Bandagen: Man ficht an der Swist gerne mit dem Säbel, nicht mit dem Florett.

Allen Unkenrufen zum Trotz wird aber auch in Weilerswist größtenteils seriöse Politik gemacht. Manchmal aber tun die Politiker alles dafür, um ihren schlechten Ruf zu untermauen. So war es auch, als die CDU und ihr Fraktionschef Hans-Peter Nußbaum im November wegen der „Porno-Affäre“ in die Schlagzeilen gerieten.

Was war passiert? Die CDU hatte einen gemeindeeigenen Laptop, der der Fraktion für ihre politische Arbeit überlassen worden war, mehrfach zur Reparatur im Rathaus abgegeben. Zuerst haben die IT-Fachleute dort das von Schadsoftware lahmgelegte Gerät einfach wieder zum Laufen gebracht. Als sich der Vorgang wiederholte, schauten die Experten genauer hin, woher der permanente Virenbefall rührte. Man stellte fest, dass mit dem Gerät über Jahre hinweg regelmäßig Internet-Seiten mit pornografischen Inhalten aufgerufen worden waren.

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Fraktionschef Nußbaum räumte ein, der einzige Nutzer des Laptops gewesen zu sein. Vehement bestritt er aber, die Porno-Seiten angeklickt zu haben. Er habe leichtsinnigerweise schon einmal E-Mails geöffnet, die sich später als Spam entpuppten; daher müsse das ganze Dilemma wohl rühren. Die CDU-Fraktion erteilte Nußbaum die Absolution. Ausgestanden ist das Thema aber noch nicht. Zum einen hat Nußbaum rechtliche Schritte angekündigt. Zum anderen wurde mit Nonchalance über den Kern des Problems hinweggegangen: die Selbstverständlichkeit, mit der Politiker mit Steuergeldern angeschaffte Geräte für private Zwecke genutzt haben.

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