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Schlaglöcher: Viele Einsendungen zu Straßenschäden

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Die Klasse 7 des St. Theresien Gymnasiums in Ruppichteroth nahm das Thema Schlaglöcher sogar im Unterricht durch und entwarf dieses Kunstwert.  Foto: ohne
So einige Straßenschäden haben wir mit der Hilfe der Leser ausfindig gemacht und die Liste an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Gute Nachrichten kamen dabei vom Landesbetrieb Straßen NRW.  Von
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Rhein-Sieg-Kreis

Buckelpisten, Risse, Löcher: Eine große Leserbeteiligung gab es, als der „Rhein-Sieg-Anzeiger“ dazu aufrief, die schlimmsten Straßen im Kreisgebiet einzusenden. Wir haben die betroffenen Abschnitte dokumentiert und die Listen mit den Schäden an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Gute Nachrichten kommen vom Landesbetrieb Straßen NRW: An den betroffenen Landstraßen sind von 2013 an Reparaturarbeiten vorgesehen. Laurenz Braunisch von der Regionalniederlassung Straßen NRW teilt auf Anfrage der Redaktion mit, dass im kommenden Jahr an der Fahrbahn der Siegbrücke in Eitorf-Alzenbach gearbeitet werde, ebenso an der L 350 in Ruppichteroth-Bröleck, dort „spätestens 2014“.
Kreisstraßen 2014 geplant.

Viele Einsendungen zur Aktion des „Rhein-Sieg-Anzeiger“

Die Leser des „Rhein-Sieg-Anzeiger“ haben sich als echte Spürnasen beim Entdecken von Schlaglöchern erwiesen. Unter allen Einsendern unserer großen Aktion vergeben wir sechs Bücher als Dankeschön. Sie gehen an Werner Schäfer aus Eitorf, Helga Reucher aus Niederkassel, Ronald Otto aus Siegburg, Monika Schreiber aus Windeck, Stefan Hupperich aus Hennef und Manfred Stößer aus Hennef.

Einen Sonderpreis bekommt die siebte Klasse des Sankt Theresien-Gymnasiums Ruppichteroth: Im Physik-Unterricht nahmen die Schüler – angeregt durch die Artikel in der Zeitung – das Thema Schlaglöcher durch. Daraus entstand die nette Idee, ein neues Straßenschild für Gefahrstellen zu entwickeln, mit dem wir unseren Artikel bebildert haben. Dafür gibt es einen großen Unterwasser-Kalender fürs Klassenzimmer!

Im Jahr 2014 stehen auch die Schlaglöcher auf der L 125 bei Hennef-Kurenbach, in Windeck auf der L 312 zwischen Herchen-Bahnhof und Leuscheid sowie auf der L 333 zwischen Hurst und Distelshausen auf dem Reparaturplan. Die L 312 zwischen Herchen und Ruppichteroth, so Braunisch, sei „bereits in 2011 in den wesentlichen Teilen aufgearbeitet“ worden. „Rhein-Sieg-Anzeiger“-Leser hatten hier allerdings auf aktuelle Schäden hingewiesen. Der Plan von Straßen NRW steht, tatsächlich repariert werde aber nur, „wenn genügend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen“, so der Sprecher.

Für die Kreisstraßen ist die Straßenmeisterei Eitorf des Landesbetriebs ebenfalls zuständig. Wie Katja Eschmann von der Kreis-Pressestelle berichtet, werde die Kreisverwaltung die Straßenmeister bitten, die von den Bürgern genannten Straßenschäden zu begutachten. Die Kreisstraßen 17, 18 und 19 seien im Bau- und Investitionsprogramm des Kreises aufgeführt; an der K 17 im Derenbachtal (Ruppichteroth) werde die Fahrbahn ab Mitte 2014 auf der gesamten Strecke zwischen der B 478 in Hennef und der L 86 saniert, nach dem Neubau des Rad- und Gehwegs, der zurzeit entsteht. Die K 18 in Eitorf stehe nicht vor 2015 auf dem Ausbauplan, die K 19 bei Hennef-Süchterscheid nicht vor der Jahr 2018.

In Niederkassel haben Leser Reklamationen zu drei Straßen geschickt: Der Amselweg im Stadtteil Ranzel und die Adlerstraße gleich anschließend sind an mehreren Stellen mit Schlaglöchern gespickt. Außerdem bemängelt ein Leser den Radweg an der Rheidter Straße im Süden Niederkassels: Zwischen den Einmündungen Binger Straße und Eifelstraße sei durch Wurzelaufbrüche eine Buckelpiste entstanden, die im Dunkeln auch noch schlecht beleuchtet ist. „Die Schlaglöcher an der Adlerstraße und am Amselweg werden sich Kollegen des Fachbereichs Tiefbau ansehen“, teilt ein Sprecher der Niederkasseler Stadtverwaltung dazu mit. Sollten sich die Stellen als verkehrsgefährdend erweisen, werde die Stadt sofort Abhilfe schaffen. Ist das nicht der Fall, geht der Bauhof ganz normal nach der Straßen-Sanierungsliste vor, die der Stadtrat immer für mehrere Jahre festlegt. Für die Schäden am Radweg Rheidter Straße sei jedoch der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig.

In Hennef war die Siegfeldstraße von Lesern bemängelt worden. Der Bauhof der Stadt hat inzwischen nachgebessert, die Strecke ist befahrbar, wie Stadtpressesprecher Dominique Müller-Grote auf Anfrage des „Rhein-Sieg-Anzeiger“ antwortete. Dort ist gerade der Kanal untersucht worden. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden für Januar/Februar erwartet. Dann entscheidet sich auch, ob größere Baumaßnahmen notwendig sind. Das hätte den Vorteil, dass die Anwohner weniger stark für den Straßenbau herangezogen würden. Sollte es keine aufwändige Kanalsanierung geben, müsste die Stadt noch entscheiden, wie es mit der Fahrbahndecke weitergeht.

Die Stadt Siegburg hat die von den Lesern des „Rhein-Sieg-Anzeiger“ genannten Buckelpisten auf ihr Gefahrenpotenzial hin untersucht. An der Aggerstraße, Hubertusstraße sowie an der Jakobstraße seien kleine, jedoch nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigende Fahrbahnschäden festgestellt worden, teilte Stadtsprecher Wolfgang Hohn mit. In allen anderen Straßen seien nur Schäden geringen Ausmaßes und nicht verkehrsbehindernd vorhanden. Dort wurden und werden Ausbesserungsarbeiten im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ausgeführt.

So waren die Mitarbeiter des Baubetriebsamtes zum Beispiel in der Straße „Viehtrift“ im Laufe diesen Jahres bisher 43 Stunden vor Ort und haben Schäden beseitigt.
Priorität haben vor allem Straßen mit hoher Verkehrsfrequenz und jene, auf denen Busse des öffentlichen Nahverkehrs fahren. Kleinere Schäden in Anliegerstraßen würden im Rahmen der vorhandenen Ressourcen beseitigt.
Insgesamt wurden im Siegburger Stadtgebiet im laufenden Jahr mehr als 80 Tonnen Kalt- oder Heißmischgut eingebaut – mit dieser Menge kann man etwa 4000 kleinere Schlaglöcher verfüllen.

Insgesamt betrugen die Personal- und Sachkosten hierfür rund 90 000 Euro, die Materialkosten mehr als 20 000 Euro. Sprecher Wolfgang Hohn betont, die Stadt Siegburg kontrolliere die Straßen im Stadtgebiet regelmäßig und dokumentiere dies. „Schäden, die eine Gefährdung der Verkehrssicherheit darstellen, werden kurzfristig beseitigt.“

In der Ernst-Reuter-Straße in Sankt Augustin-Menden gelobt die Stadt prinzipiell die Ausbesserung der Schlaglöcher. Zu diesem Zwecke, so eine Stadtsprecherin, werde die Straße in eine Prioritätenliste aufgenommen. Wann die Sanierung erfolgen könne, sei jedoch nicht bekannt.

Die Stadt Lohmar stellte jüngst im Bauausschuss ihr Straßensanierungskonzept vor. Darin sind Prioritätenlisten, sortiert nach Wegetypen, benannt – von „M“ (Sanierung in etwa zehn Jahren fällig) bis „Ü“ wie überfällig. Ein dickes Ü prangt in der Liste beispielsweise neben den Fahrbahnen von Humperdinckstraße und Falkenweg sowie an den Gehwegen an Donrather Straße und Hermann-Löns-Straße. Insgesamt rechnet die Verwaltung mit Kosten von rund zwei Millionen Euro – würden alle Schäden bei überfälligen Straßen und jenen Strecken zusammengerechnet, die in den nächsten zwei Jahren saniert werden müssen.
Nichts Neues gibt es indes zu den Tritt- und Radfallen, die Leser in den Straßen Am Ufer und Elsternweg in Troisdorf gemeldet hatten: Die Pressestelle der Stadtverwaltung teilt mit, dass der zuständige Kollege erkrankt sei.

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