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Termin: Wahlen für Anfang Juni geplant

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Die SPD-Spitze mit ihrem Kandidaten Florian Herpel (2. v. l.), dem Bundestagskandidaten Dierk Timm (l.), Parteichef Guido van den Berg und dem Fraktionschef im Kreistag, Hans Krings (r.).  Foto: Norbert Kurth
Offenbar soll der neue Landrat und der neue Bürgermeister von Erftstadt gemeinsam am 9. Juni gewählt werden. Die Zusammenlegung auf diesen Termin wünscht sich neben Regierungspräsidentin Gisela Walsken auch Landrat Werner Stump.  Von
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Gewählt werden soll also am 9. Juni. Die Bezirksregierung hat den Rhein-Erft-Kreis in einem Brief darum gebeten, einen Vorschlag für die Landratswahl zu machen – unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, wie es heißt. „Die Regierungspräsidentin wünscht sich einen gemeinsamen Wahltermin“, erklärt Kreisordnungsdezernent Martin Schmitz. „In seiner Antwort hat der Landrat den 9. Juni vorgeschlagen.“ Regierungspräsidentin Gisela Walsken bestimmt den Termin für die Landratswahl, der Landrat als Kommunalaufsicht den Wahltermin für Erftstadt. Da auch Werner Stump laut Kreispressestelle eine gemeinsame Wahl wünscht, avisiere er nun den 9. Juni. Jetzt soll der Termin abgestimmt werden, Anfang Februar soll das Datum dann bekanntgegeben werden.

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12. Mai zu knapp

Der 12. Mai, den sich die Erftstädter Politik geschlossen als Wahltag für ihren neuen Bürgermeister wünscht, sei zu knapp gewesen, um beide Wahlen stattfinden zu lassen, sagte Kreisordnungsdezernent Schmitz. Bestimmte Fristen müssten eingehalten werden. Auch Feier- und Ferientage, die in die Fristen fallen, müssten berücksichtigt werden. So müssen allein in Erftstadt die Bürgermeisterkandidaten 48 Tage vor dem Wahltermin bekanntgegeben werden. Schmitz: „Das würde beim 12. Mai genau auf den Beginn der Osterferien fallen.“ „Der 9. Juni ist mir genauso recht wie der 12. Mai“, sagt der Bürgermeister-Wunschkandidat des CDU-Vorstands in Erftstadt, Volker Erner. „Es spricht ja einiges dafür, die Wahlen zusammenzu legen.“ Dass auf diese Weise weniger bekannte Gegenkandidaten mehr Zeit haben, sich einen Namen zu machen, störe ihn nicht. „Ich werde ja auch mehr Zeit für den Wahlkampf haben“, sagt Erner. Als Beigeordneter, der derzeit die Verwaltung leitet, freut er sich besonders über die wahrscheinliche Zusammenlegung der beiden Wahlen. „Das kommt uns als Kommune natürlich zugute.“

Einen Monat mehr Zeit

„Mit dem 9. Juni könnte ich auch leben“, sagt der Erftstädter SPD-Vorsitzende Uwe Wegner. „Da haben wir fast einen Monat mehr Zeit, die Erftstädter von den Qualitäten unseres Kandidaten zu überzeugen.“ Gemeint ist der Rechtsanwalt Peter Isakeit, den der SPD-Vorstand für die Wahl ins Rennen schicken will. Jugendamtsleiter Wolfgang Brost, der bislang als einziger freier Kandidat öffentlich über eine Kandidatur nachdenkt, sieht es gelassen. „Mir ist der Wahltermin völlig egal, Hauptsache, die Erftstädter bekommen möglichst schnell wieder einen Bürgermeister.“ Als freier Kandidat braucht er Unterstützungsunterschriften. Durch den möglichen neuen Wahltermin hätte er mehr Zeit, diese zu sammeln. „Für mich geht es um 300 Unterstützungsunterschriften“, sagt Brost. „Diese zu sammeln ist zweifelsohne kein Problem.“ Adi Bitten, der für die Grünen antreten möchte: „Ich hätte mir einen kurzen und knackigen Wahlkampf gewünscht. Aber ich nehme es so, wie es kommt. Dann geht die heiße Phase des Wahlkampfs eben erst später los.“

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