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Trauungen: Zwölf Paare für den 12.12.

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Der 12.12. ist ein beliebtes Datum. Foto: dpa
Wer am 12.12. dieses Jahres heiraten will, der muss sich beeilen. Es gibt nur noch wenige freie Termine für Kurzentschlossene im Kreis. Die Stadt Kerpen sucht allerdings noch dringend ein zwölftes Paar für das Schnapszahl-Datum.  Von
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Rhein-Erft-Kreis

Die Stadt Kerpen sucht dringend noch ein zwölftes Paar, das sich am 12.12.2012 trauen möchte. „Letztes Jahr am 11.11.2011 hatten wir elf Hochzeiten und diesmal möchten wir die Schnapszahl auch vollmachen“, sagt Erhard Nimtz, Pressesprecher der Stadt Kerpen. Die Schnapszahlen sind ein beliebtes Datum für die Eheschließung, auch im Rhein-Erft-Kreis. Für Kurzentschlossene gibt es noch wenige freie Plätze in Bedburg, Brühl, Bergheim, Bornheim und Hürth – bei letzterer Stadt ist allerdings frühes Aufstehen angesagt, der freie Termin ist morgens um 7.30 Uhr.

Alle anderen Städte im Kreis sind ausgebucht. „Wenn die Unterlagen vollständig sind, kann noch am gleichen Tag geheiratet werden“, erklärt Michael Cibura, Leiter des Brühler Standesamtes. „Aber das ist nur selten der Fall.“

Die ersten Paare reservierten den 12. Dezember bei ihm bereits im Januar, obwohl man sich frühestens sechs Monate vor der Trauung anmelden kann. „Zwei Paare haben dann aber doch wieder abgesagt“, erzählt er. Zurzeit sind zwölf Eheschließungen in Brühl angemeldet. Gleiches gilt für Bergheim und Erftstadt. Von morgens um acht bis abends um 18 Uhr wird hier geheiratet, zwei Paare haben sich dafür sogar die Burg Konradsheim ausgesucht.

Die Individualität bleibt auf der Strecke. Wir machen Fließbandarbeit
Karin Tuchen,
Leiterin Standesamt Hürth

Spitzenreiter mit bisher 13 Trauungen und einem freien Termin ist im Kreis jedoch Hürth. „Das ist aber kein Vergleich zum 9.9.1999 – da konnten wir 25 Paare trauen, weil uns noch mehr Räumlichkeiten zur Verfügung standen“, erzählt Karin Tuchen, Leiterin des Hürther Standesamtes. Einige Brautpaare würden auch aus Köln anreisen, weil sie dort keinen Termin mehr bekommen hätten. Tuchen selbst empfindet den kommenden Mittwoch als keinen schönen Hochzeitstermin. „Wir können uns für jede Trauung nur zehn Minuten Zeit nehmen, da bleibt die Individualität auf der Strecke. Wir machen hier Fließbandarbeit.“

Die meisten anderen Standesämter bestätigen, dass sie an diesem Tag keine besondere Trauung vollziehen können. „Das ist Alltag“, so der Brühler Standesbeamte Michael Cibura. Nur Standesbeamtin Karoline Scheffler aus Bedburg hat sich vorgenommen, bei ihren bisher angemeldeten fünf Hochzeiten einen besonderen Bezug zum Datum herzustellen. „Was genau ich sagen werde, überlege ich mir aber spontan.“

Der Andrang sei am 12.Dezember zwar größer als an einem „normalen“ Mittwoch, sagen alle Standesbeamten, aber nicht so groß wie erwartet – und das, obwohl es in diesem Jahrtausend die letzte Möglichkeit ist, an einem Schnapszahldatum zu heiraten. „Wir mussten keinem absagen“, bestätigen die meisten Standesämter im Kreis. Vor allem in Frechen ist es mit nur vier Hochzeiten extrem ruhig. Standesbeamtin Karoline Scheffler aus Bedburg erklärt sich den geringeren Andrang mit dem unbeständigen Winterwetter im Dezember. Auch Dagmar Gottwald aus Pulheim, die neun Trauungen vollziehen wird, hatte mit mehr Andrang gerechnet. „Wir hatten uns auf Nachtschichten eingestellt“, erzählt sie lachend.

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