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Unfall: Distanz zu wahren fiel schwer

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Ein Auto war frontal in diesen Bus gerast.  Foto: Thomas Schmitz
Ein Falschfahrer war bei Obergartzem in einen mit Musikschülern besetzten Bus gerast, in der Absicht, sich selbst umzubringen. Der Mann starb, 15 Businsassen wurden verletzt. Das Ereignis ließ auch den Reporter nicht kalt.  Von
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Mechernich-Obergartzem

„Mehrere Verletzte, Obergartzem, Verkehrsunfall Bus Auto“ – so lautete die SMS, die während der Redaktionskonferenz an diesem Freitagmorgen eintraf. Doch selbst in meinen kühnsten Träumen hätte ich nicht mit diesem Ausmaß gerechnet. Als ich an der Unfallstelle eintraf, bot sich mir ein Trümmerfeld und obwohl ich jetzt seit über sechs Jahren über Verkehrsunfälle berichte, war es diesmal schwer, die nötige Distanz zu wahren.

Im Feld lag das Wrack eines Autos, in dem sich, mit einer Decke verhüllt und von außen nicht sichtbar, noch die Überreste eines Menschen befanden – und nicht nur da. Auf der anderen Seite der Straße, in einer total verbogenen Leitplanke, die zum Glück gehalten hatte, stand ein in der Front vollkommen zerfetzter Bus. Auf der anderen Seite der Schutzplanke kauerten Kinder, die offensichtlich mit einem gewaltigen Schrecken davonkamen. Dazwischen überall Trümmer, Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizisten.

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Schnell geisterte das Gerücht herum, das sich später bestätigen sollte: Dieser Unfall war mit Absicht herbeigeführt worden. Was muss in einem Menschen vorgehen, der bewusst in einen Bus rast und dabei das Leben von Menschen in Kauf nimmt?
Ordnung in das Chaos zu bringen war vor Ort meine Aufgabe. Wie unfassbar dieses Ereignis war, das wurde mir erst zu Hause bewusst.

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