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Vorstellung: Höhere Ausgaben für Pflegebedürftige

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Kämmerer Ingo Hessenius stellte den Haushaltsentwurf des Kreises Euskirchen für das Jahr 2013 vor.  Foto: Bernhard Romanowski
30 Millionen Euro müssen im Haushalt für den Sozialbereich eingestellt werden, den Großteil davon nehmen die Grundsicherungsleistungen für Arbeitssuchende in Anspruch. Auch im Bereich Jugend fließt viel Geld.  Von
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Kreis Euskirchen

Anderthalb Stellen will die Euskirchener Kreisverwaltung einrichten, allein um im Kreis Euskirchen die Einführung des neuen Betreuungsgeldes für Eltern managen zu können. Doch nicht nur im Personalbereich kommen Mehraufwendungen auf den Kreis zu, wie Kämmerer Ingo Hessenius am Mittwoch bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs 2013 im Kreishaus darlegte.

Für den Bereich Personal sind rund 45,45 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt worden, etwa 3,69 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt sind 19,25 neue Planstellen gegenüber den 595 bestehenden Stellen vorgesehen, 14 davon im Rettungsdienst.

Ein schwerwiegender Kostenpunkt im Haushalt ist auch wieder der Sozialbereich, für den über 30 Millionen Euro bereitgestellt werden müssen. Den dicksten Batzen im Sozialetat, nämlich 41 Prozent, nehmen die Grundsicherungsleistungen für Arbeitssuchende in Anspruch (13,64 Millionen Euro). Immerhin 19 Prozent (rund 6,3 Millionen Euro) fließen in die Leistungen bei Pflegebedürftigkeit, gefolgt von 18 Prozent für das Pflegewohngeld, das mit knapp sechs Millionen Euro zu Buche schlägt.

Wie der Kämmerer am Mittwoch erläuterte, leben im Kreis Euskirchen im Vergleich zu anderen Kreisen überdurchschnittlich viele pflegebedürftige Menschen. Sie nehmen allerdings im Durchschnitt weniger finanzielle Hilfe zur stationären Betreuung aus öffentlicher Hand in Anspruch als Pflegebedürftige in anderen Regionen. Dennoch steigen die Ausgaben für Pflegebedürftige im Vergleich zum Vorjahr um rund 770 000 Euro.

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Auch der Bereich Jugend ist ein haushaltstechnisches Schwergewicht. Für die Plätze in Tageseinrichtungen für Kinder wurden über 14 Millionen Euro im Haushalt eingeplant. Knapp 13,8 Millionen Euro kommen demnach den Hilfen zur Erziehung (stationär/teilstationär) zugute.

Etwa 3,9 Millionen Euro fließen dem Entwurf zufolge in die ambulante Hilfe zur Erziehung. Für die zusammengefassten Hilfen zur Erziehung sind im aktuellen Haushaltsansatz 1,2 Millionen Euro, also sieben Prozent, mehr eingeplant als im Vorjahr.

Sinkende Einwohnerzahlen

Auch auf allgemeine Entwicklungen und Trends kam Hessenius bei der Informationsveranstaltung zu sprechen. So sind beispielsweise für den Zeitraum von 2005 bis 2011 sinkende Einwohnerzahlen im Kreisgebiet zu verzeichnen. In Euskirchen, Dahlem und Weilerswist erfolgte mit Stand vom 31. Dezember 2012 ein leichter Anstieg.

Zudem, so der Kreiskämmerer, nimmt die altersdemografische Entwicklung einen rasanteren Verlauf als angenommen. Demnach leben im Kreis Euskirchen mehr ältere Bewohner, als es die Prognosen noch im Jahr 2008 und in den Jahren davor hatten erahnen lassen. Auch bei der Geburtenrate liegt der Kreis unter dem Landes- und dem Bundesdurchschnitt.

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