Kurz vor seinem jahreszeitlich bedingten Ableben zeigt der Winter 2012/13 auch am frühen Montag noch einmal mit voller Macht, was er zu bieten hat. Für die meisten hieß das, früher aufzustehen, um Gehwege und Zufahrten freizuschaufeln. Offensichtlich war die weiße Pracht aber nicht gleichmäßig verteilt, denn die sonst meistens entscheidende Höhenlage spielte diesmal kaum eine Rolle. In den Tälern von Urft und Olef beispielsweise war mehr an Schnee gefallen als auf den Höhen.
Trotz des ununterbrochenen Schneefalls waren die Hauptstraßen recht gut befahrbar. Lediglich an Steigungsstrecken wurde es bisweilen eng, und für manche Zeitgenossen, die meinten, auch ohne Winterreifen durch die Eifel zu kommen, wurde es unmöglich, die Anhöhen zu erklimmen. So gestern etwa am Ruppenberg bei Schleiden. An der Steigungsstrecke von Holzmülheim in Richtung Eicherscheid waren einige Busse hängengeblieben. Bis zum Mittag registrierte die Polizei etwa 20 witterungsbedingte Unfälle, bei denen es jedoch durchweg bei Sachschäden oder geringfügigen Verletzungen blieb.
Manche Weidetiere trotzten der Witterung auch im Freien auf der Weide. Nach alter „Pferdeväter Sitte“ zeigten die Rösser auf einer Weide bei Schmidtheim dem böigen Ostwind ignorant ihr haariges Hinterteil.
Der lange Winter dürfte jetzt allerdings erst einmal eine Pause einlegen. Schon am Dienstag sollen die Temperaturen im Flachland auf bis zu plus fünf Grad steigen, und selbst im Bergland soll es – mit Ausnahme der Kammlagen – Tauwetter geben.
Am Freitag, 7. Dezember, hat es im Kreis Euskirchen geschneit. In der Eifel fielen mehr als 10 Zentimeter Neuschnee.
Foto: Reiner Züll


