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Abends nicht in Heißhungerfalle tappen: Gesund durch den Arbeitstag

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Vorsicht vor Heißhungerattacken. Wie man ihnen vorbeugen kann. Foto: dpa

Zu wenig Zeit, zu wenig Auswahl: Viele Berufstätige beklagen einer aktuellen Umfrage der Techniker Krankenkasse zufolge, dass sie während der Arbeitszeit nicht in Ruhe und nicht gesund essen können. Mit etwas Planung lässt sich das aber ändern.

Ein Termin nach dem anderen - da bleibt für Arbeitnehmer oft keine Zeit, um tagsüber gesund und in Ruhe zu essen. Vier von zehn Berufstätigen essen einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) bei der Arbeit wenig, dafür dann aber abends zu Hause reichlich. Das kann leicht zu Übergewicht führen, wenn Beschäftigte dann ausgehungert sind und sich zu viel auftischen. Prinzipiell ist eine späte Mahlzeit zwar nicht tabu: „Es spricht nichts dagegen, abends die Hauptmahlzeit einzunehmen“, sagte Gisela Olias vom Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) dem dpa-Themendienst. „Man sollte dann aber darauf achten, dass man nicht Heißhunger entwickelt.“

Olias empfiehlt Menschen, die mittags keine Zeit für eine richtige Mahlzeit haben, morgens gut zu frühstücken, etwa mit Müsli oder Vollkornbrot. Zur Mittagszeit biete sich dann ein kaltes Essen, etwa belegte Brote und Salat an. Wer mittags doch mal eine Currywurst mit Pommes gegessen hat, sollte dann wenigstens abends zu Hause versuchen, einen gesunden Ausgleich zu schaffen und Vollkornprodukte und reichlich Gemüse zu sich nehmen.

Der TK zufolge kann nur jeder zweite Berufstätige in seinen Arbeitspausen in Ruhe essen. Doch nebenbei etwas hinunterzuschlingen, sei immer schlecht, betonte Olias. „Wenn man nebenbei etwas isst, registriert man oft gar nicht, was man so alles und wie viel man isst.“ Wenn es irgendwie geht, sollte sich jeder zumindest etwas Zeit nehmen. „Also die Arbeit links liegen lassen und sich wirklich auf das Essen konzentrieren“, rät sie. Das heißt zum Beispiel: Zehn Minuten richtig Pause machen, ohne Mails zu checken oder Akten zu lesen, und mit Genuss das Brötchen essen, dass man sich beim Bäcker geholt hat. „Das trägt auch eher zum Wohlbefinden bei.“

Grundsätzlich ist Ruhe beim Essen wichtig. „Man sollte sich mindestens eine halbe Stunde Zeit fürs Mittagessen nehmen“, empfiehlt die Ernährungsexpertin. „Denn erst nach 20 Minuten kann der Körper Ihnen sagen: Ich bin satt, Du hast ausreichend gegessen, Du brauchst mich nicht weiter stopfen.“ Auch langsam essen sei wichtig. Wer schnell und unter Stress esse, nehme oft mehr Energie auf als er benötigt. Auch das fördere Übergewicht.

Gesunde Ernährung ist Olias' Einschätzung auch bei knapper Zeit und kleinem Geldbeutel möglich. Jede selbst zubereite Mahlzeit sei von der Zusammensetzung her besser als ein Fertigprodukt und in der Regel auch günstiger. Das gilt vor allem für größere Portionen, von denen sich Reste einfrieren und zu späterer Zeit aufgewärmt noch essen lassen. So können Berufstätige zum Beispiel am Wochenende vorkochen und während der Woche darauf zurückgreifen.

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