Dafür wurden rund 7,3 Millionen Ergebnisse von TÜV-Hauptuntersuchungen aus dem Zeitraum Juli 2009 bis Juni 2010 ausgewertet. Die Quote erheblicher Mängel stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Punkte auf 19,5 Prozent.
Schwachpunkt Beleuchtung und Bremsen
Besonders viele Mängel fanden die TÜV-Prüfer an der Beleuchtung, Vorder- und Hinterachsen sowie Bremsleitungen und Schläuchen. Testsieger mit den geringsten Mängeln wurde der Toyota Prius, ein Fahrzeug mit Hybrid-Antriebstechnik.
Platz zwei teilen sich der Mazda2, Porsche 911 und Toyota Auris, gefolgt vom Smart Fortwo. Die meisten Beanstandungen gab es beim Kia Carnival. Schlecht schnitten auch Fiat Doblo und Hyundai Atos ab.
Bis der begehrte VW Golf II GTI G60 als Oldtimer zugelassen werden kann, dauert es noch mindestens sieben Jahre. Dagegen haben Exemplare des Basis-Golf aus zweiter Generation von 1983 jetzt schon die nötige Reife von 30 Jahren.
Foto: Hersteller
Auto nicht zu früh beiseite fahren
Das kann die Beweissituation für den in einen Unfall verwickelten Autofahrer verschlechtern. Deshalb: Erst die Unfallsituation mit Kreide markieren, dann fotografieren. Bei Bagatellschäden das Auto möglichst bald beiseite fahren, sonst droht ein Verwarnungsgeld von bis zu 35 Euro. (Bild: ADAC)
Bei Wartung nicht sparen
Der TÜV-Verband (VdTÜV) warnt Autofahrer davor, an der Wartung des Autos zu sparen. Denn wer dabei Abstriche macht, bringt sich und andere Verkehrsteilnehmer schnell in Gefahr, warnt VdTÜV-Sprecher Johannes Näumann.
Allerdings lässt diese Erkenntnis immer mehr Autobesitzer in Deutschland kalt. Viele werden erst bei der Hauptuntersuchung auf technische Mängel an ihrem Wagen aufmerksam. Meist sind sie dann schon Wochen oder Monate lang damit unterwegs gewesen. „Dazu zählen Fehler an Bremsen, Lenkung und Beleuchtung“, nannte Näumann kritische Macken, die häufig festgestellt werden und schnell zu Unfällen führen können. Der Experte empfahl deshalb, die vorgegebenen Inspektionsintervalle beim Auto unbedingt einzuhalten.
„Nicht bis zur HU warten“
Auch für den Fall, dass plötzlich eine Warnlampe aufleuchtet, das Lenkrad spürbar Spiel hat, die Bremsen ein schwammiges Gefühl vermitteln oder der Wagen nicht richtig geradeaus läuft, riet Näumann: „Schnellstmöglich eine Werkstatt aufsuchen und nicht erst bis zur nächsten Hauptuntersuchung warten.“
Außerdem sollten Fahrer regelmäßig selbst einen Blick auf wichtige Fahrzeugteile werfen: „Um Licht, Scheibenwischer, Hupe und Flüssigkeitsstände zu überprüfen, braucht man in der Regel keinen Fachmann“, so der VdTÜV-Sprecher. (dpa)


