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Verkehrsführung: Outlet-Zone ohne Autos?

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Die Orchheimer Straße soll wieder Fußgängerzone werden.  Foto: Thomas Schmitz
Verkehrsplaner Peter Sienko hat zwei Vorschläge für den Stadtkern von Bad Münstereifel gemacht. In einem Fall wäre der gesamte Bereich des „City Outlet“ Fußgängerzone. Politiker wollen jedoch die Stellungnahme der Bürger abwarten.  Von
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Normalerweise sind Politiker immer darauf erpicht, den Schilderwald in einer Stadt zu verkleinern. In Bad Münstereifel sieht das aber ein wenig anders aus. „Ich finde es gut, dass hier mit Schildern gearbeitet wird, denn die kann man schnell mal ändern“, sagte SPD-Fraktionschef Anton Schmitz. Das war genau die Absicht des Verkehrsplaners Dr. Peter Sienko von der Leverkusener Firma Isaplan. So kündigte er den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstagabend sein Verkehrskonzept für den Stadtkern mit den Worten an: „Man kann nicht viel falsch machen, denn hinterher kann man alles optimieren.“ Wichtig auch: Das Konzept ist nur ein Vorschlag. Bei einer Einwohnerversammlung am 4. Juni in der Aula der Fachhochschule können die Bürger Bedenken äußern und selbst Vorschläge machen.

Zwei Varianten hat Sienko erarbeitet. In beiden wird die Orchheimer Straße zur Fußgängerzone. In Variante zwei gilt das auch für die Marktstraße. In diesem Fall wäre der gesamte Bereich des „City Outlet“ Fußgängerzone. Derzeit ist die Orchheimer Straße montags bis freitags von 8.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, samstags bis 14.30 Uhr, und zwar als verkehrsberuhigte Zone. Das ist bei den von den Outlet-Investoren prognostizierten Besucherströmen aber nicht möglich.

Keine großen Unterschiede

Ebenfalls Gegenstand von beiden Varianten sind Veränderungen auf der Langenhecke. Die Straße soll für Fahrzeuge auch wieder in Richtung Süden geöffnet werden. Derzeit ist hinter dem Klosterplatz außer für Anlieferverkehr ab 2,5 Tonnen Schluss. Um den Klosterplatz soll sich die Fahrtrichtung ändern. Es geht also nicht mehr gegen den Uhrzeigersinn, sondern im Uhrzeigersinn. Dann wären laut Sienko auch die Ampeln am Stadttor sowie am Klosterplatz entbehrlich. Auf der Langenhecke kommt es so zwangsläufig wieder zum Begegnungsverkehr.

Die Unterschiede bei den Varianten sind nicht sehr groß. Variante eins sieht vor, dass die gesamte Orchheimer Straße Fußgängerzone wird. Weil eine Zufahrt von Süden fehlt, soll der Verkehr in diesen Bereich von Norden eben über die Langenhecke kommen oder von Osten über die Delle. Variante zwei sieht vor, dass auch die Marktstraße zur Fußgängerzone wird. Die Fußgängerzone auf der Orchheimer Straße beginnt erst hinter den Einmündungen Turmstraße/Teichstraße. Der gesamte Verkehr soll sich also durch diese beiden schmalen Straßen schlängeln. „Ich gebe zu, dass ich auch zuerst mal zurücksetzen musste, um die Kurve zur Teichstraße zu bekommen“, gab Sienko zu. Fußgängerzone wäre die Orchheimer Straße außerdem erst ab 11 Uhr. Vorher wäre die Zufahrt aus Süden also frei. Für Anwohner soll es die Zusatzregelung geben, dass sie, von der Delle kommend, durch die Fußgängerzone über die Marktstraße fahren dürfen.

Groß diskutieren wollten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses über das Verkehrskonzept mit Blick auf die Einwohnerversammlung nicht. Dennoch merkte Bernhard Ohlert (CDU) an, dass die Orchheimer Straße wegen der vielen Schüler, die dort morgens unterwegs sind, derzeit erst ab 8.30 Uhr für den Verkehr geöffnet ist. Außerdem wünscht er sich, dass Autos an Markttagen auch zum Markt fahren dürfen.

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