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Wettbewerb: Dahlemer Schwimmer wieder ganz vorn

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Beim „Rescue Cup“ in Bad Münstereifel wurden die Erste-Hilfe-Maßnahmen von Schiedsrichtern kritisch beobachtet und bewertet. Foto: Jürgen Feibig
28 Mannschaften aus NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz haben beim „Rescue Cup“ des DRK in Bad Münstereifel ihr Können an Land und im Wasser gezeigt. Mehrere Hundert Helfer der Wasserwacht nahmen an dem Wettbewerb teil.  Von
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Bad Münstereifel

In der Kurstadt war am Samstagvormittag die Hölle los. Eine junge Braut, die von einem Hund angegriffen worden war, musste vor den Toren der Stadt aus luftiger Höhe mit einer Schleifkorbtrage gerettet werden. Der Bräutigam hatte sich bei einem Sturz behandlungsbedürftige Verletzungen zugezogen. Auch in der Kernstadt dürften etliche Besucher aufgeschreckt worden sein, denn von der tiefer gelegenen Erft drangen gellende Hilferufe nach oben.

Dort war eine junge Frau mit ihrem Begleiter die zum Flussbett führende Treppe hinabgestürzt. Während man die blutenden Wunden der Frau noch auf den Stufen medizinisch versorgte, wurde der Mann aus dem reichlich kühlen Nass geborgen. Wirklich in Panik geriet allerdings niemand, denn mehrere Hundert eifrige und gut ausgebildete Helfer der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes weilten an diesem Tag in der Stadt. Sie waren nicht nur aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch aus Hessen und Rheinland-Pfalz nach Bad Münstereifel gekommen, um am spannenden Wettbewerb der DRK-Wasserwacht NRW „Retten hoch 3“ teilzunehmen. So waren die eingangs geschilderten Situationen allesamt sorgfältig geplant, um den Mitgliedern der 28 Mannschaften in einem ganztägigen Wettbewerb im Wasser und an Land ihr ganzes Können abzuverlangen.

Dabei kam es auf die körperliche und geistige Fitness ebenso an wie auf Schnelligkeit beim Schwimmen, Exaktheit beim Retten sowie Teamgeist und Fairness. Dieter Schneider-Bichel, der Landesleiter der DRK-Wasserwacht: „Es geht um vielmehr als nur Schwimmen, und der Nachwuchs macht prima mit.“ Die jüngsten Retter waren in der Tat gerade mal acht Jahre alt. Bei der aufwendigen Veranstaltung, die auch als „Rescue Cup“ bezeichnet wird, galt es, an zwölf Stationen unterschiedliche Prüfungen abzulegen, die von Schiedsrichtern bewertet wurden. Unter den Teilnehmern des „Rescue Cups“ waren neben mehreren deutschen Mannschaftsmeistern auch die erfolgreichen Rettungsschwimmer aus Dahlem.

Begonnen hatte der Wettbewerb am frühen Samstagvormittag im Stadtgebiet mit Erste-Hilfe-Leisten in der Erft, an der Stadtmauer und einem Einsatz der Kaller Rettungshundestaffel. Nach dem gemeinsamen Mittagessen der Akteure im Konvikt stand im Eifelbad die offizielle Eröffnung an.

Beherzter Kopfsprung

Bad Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner hatte sich als Schirmherr bereit erklärt, den „Rescue Cup“ mit einem beherzten Kopfsprung zu eröffnen, was er gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Detlef Seif auch tat.

Da der DRK-Kreisverband Euskirchen als Ausrichter der Veranstaltung auftrat, hatte Geschäftsführer Rolf Klöcker mit seinen rund 70 DRK-Helfern das erforderliche Rahmenprogramm organisiert und dabei auch für die Verpflegung der großen Gästeschar gesorgt.

Beeindruckend waren die Leistungen der Wasserwacht-Mitglieder, die anschließend ihren Wettbewerb im Wasser fortsetzten. Einen gelungenen Abschluss mit Siegerehrung und einer von drei Heino-Imitatoren moderierten Beach-Party fand der „Rescue Cup“ am frühen Abend im Konviktkapelle.

Erwartungsgemäß hatten die Favoriten aus Dahlem einmal mehr die Nase vorn. Mit Ausnahme der Kinderwertung (Platz zwei) belegten sie in allen Sparten den ersten Rang und qualifizierten sich so für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der DRK-Wasserwacht im Rettungsschwimmen, die in Kürze in Frankfurt stattfindet.

Die Kaller Wasserwacht, die mit einer Damen-Mannschaft antrat, konnte sich mit dem zweiten Platz ebenfalls für das Turnier in Frankfurt qualifizieren.

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