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0:0 in Fürth: Bayer nutzt seine Chancen nicht

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Gonzalo Castro (m.) im Getümmel. Foto: dpa
Bayer 04 Leverkusen ist bei der Spvgg. Greuther Fürth nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Neben zahlreichen Torchancen verpasste die Werkself ebenfalls die Gelegenheit, in der Tabelle wieder an Borussia Dortmund vorbeizuziehen.  Von
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Fürth

Eine ganze Stadt, so wirkte es am Sonntag in Fürth, hat sich dem Sprichwort von der Hoffnung, die zuletzt stirbt, verschrieben. Die Stunden vor dem Spiel des Aufsteigers gegen Bayer 04 Leverkusen bestanden aus unzähligen gesprochenen, gebrüllten, geschriebenen Beschwörungen, dass es noch nicht vorbei sei für den Tabellenletzten und dass vielleicht der Trainerwechsel und alle Unterstützung des Publikums nun den ersehnten ersten Heimsieg möglich machen könnte. Dazu hätte es mindestens des 14. Saisontors im 23. Spiel bedurft. Das blieb ein Wunschtraum. Doch die Mannschaft der Übergangstrainer Ludwig Preis und Rouven Schröder trotzte Leverkusen ein 0:0 ab – ein Tröpfchen Treibstoff für die Hoffnung und für Leverkusen eine große Enttäuschung.

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Der Werksklub verpasste es damit wie vor zwei Wochen in Mönchengladbach, einen Punktverlust von Borussia Dortmund zu nutzen und am Meister auf Rang zwei vorbeizuziehen. Bayer 04 steht nach sechs Rückrundenspielen bei sechs Punkten – etwas wenig für die eigenen, durchaus gehobenen Ansprüche.

Nach dem Europa-League-Spiel in Lissabon war Leverkusen gar nicht mehr in die Heimat zurückgekehrt, sondern hatte sich in Nürnberg auf die Partie in Fürth vorbereitet. Die Wadenverletzung bei Lars Bender war abgeklungen, der Nationalspieler war ebenso dabei wie alle anderen aus der Startelf von Lissabon.

Berufung eine Überraschung

Bei den Gastgebern setzte das anstelle von Mike Büskens in der vergangenen Woche installierte Trainer-Duo Ludwig Preis und Rouven Schröder auf das, was Sperren und Verletzungen vom Stamm-Kader übrig gelassen hatten. Hinein kamen aber mit dem 18 Jahre alten Thomas Pledl und dem 19-jährigen Johannes Geis zwei Männer, deren Berufung eine Überraschung war – der eine hatte unter Büskens einen Jokereinsatz, für den anderen war es das Liga-Debüt.

Die Partie vor 14635 Zuchauern in der Trolli-Arena begann so zäh, wie es jeder Favorit fürchtet. Die Werkself zeigte schnell, dass sie fußballerisch die Qualität hat, Fürth in neun von zehn Spielen zu schlagen. Aber der Aufsteiger deutete an, dass durchaus die Möglichkeit bestand, dass dieser Tag der eine, ganz besondere sein könnte.

Das Kräfteverhältnis auf dem Papier hatte eine Art Pokalstimmung erzeugt, von der sich der Tabellenletzte tragen ließ. Hinten standen sie zunächst sehr kompakt und arbeiteten konzentriert und fehlerarm. Leverkusen kam kaum ins Kombinieren. Und vorn nutzten sie Momente Leverkusener Nonchalance für Ansätze von Chancen. Zwei gab es durch Standardsituationen: Geis prüfte mit einem Freistoß Bernd Leno (13.), und Castro klärte auf der Linie nach einem Kopfball von Lasse Sobiech im Anschluss an einen Eckball (31.). Bis zur 40. Minute fand Leverkusen in der Offensive kein Mittel und keine Idee. Castros früher Schuss über das Tor blieb lange die einzige Gelegenheit (11.), ehe die Leverkusener kurz vor der Pause erwachten. Schürrle schoss mehrmals gefährlich, einmal klärte Geis für seinen schon geschlagenen Schlussmann Wolfgang Hesl (41.) auf der Linie. Und fast mit dem Pausenpfiff konnte der Fürther Torhüter den Versuch von Carvajal noch entscheidend ablenken.

Es war bis dahin eine insgesamt magere Vorstellung des Champions-League-Anwärters. Aber Leverkusen kam entschlossener aus der Pause und erzeugte mehr Druck. Fürth kam dadurch gelegentlich zu Konteransätzen, aus denen aber nicht viel wurde – da fehlte bei allem Wollen ein wenig Klasse. Leverkusen mühte sich und hatte viel Ballbesitz, doch wann immer sich der Beginn einer klaren Chance andeutete, war einer der aufopferungsvoll kämpfenden Fürther zur Stelle.

Lewandowski und Hyypiä wechselten dreimal offensiv. Doch die Gastgeber fanden am Ende immer besser ins Spiel zurück und hatten den Favoriten in der Schlussphase mehrmals am Rand einer Niederlage. Nach zwei Minuten Nachspielzeit jedoch plätscherte das Spiel torlos aus. Enttäuscht waren beide Seiten.

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