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Bayer 04: Ein ganz entspannter Kapitän

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Simon Rolfes im Training in Portugal. Foto: KS-Verlag
Simon Rolfes ist im Werksklub wieder eine feste Größe: Das zeigt er auch im Trainingslager an der Algarve mit einem Traumtor in der ersten Einheit. Nun wird die Vertragsverlängerung mit dem Kapitän zum Thema für Bayer 04.  Von
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Lagos

Unter den Augen des wieder vollbartfreien Rudi Völler hat Bayer Leverkusens Kapitän Simon Rolfes das Trainingslager an der Algarve mit einem Traumtor in der ersten Einheit auf dem Platz quasi eröffnet. "Ab in den Winkel", sagt Rolfes gut gelaunt.

Außer der Örtlichkeit, dem Sven Göran Eriksson gehörenden Cascade-Hotel in Lagos, hat sich beim Werksklub gegenüber dem Vorjahr eigentlich alles verändert. 2012 hatten sie die atmosphärischen Störungen zwischen Trainer Robin Dutt und der Mannschaft im Gepäck. Und die Versuche der Führung, das in Schieflage befindliche Projekt noch zu retten, als es kaum noch zu retten war.

Hinzu kam Michael Ballacks Hader mit Joachim Löw, der Streit um sein Abschiedsspiel, der misslungene Schlichtungsversuch Völlers. Und am Ende kam auch noch heraus, dass die Dachplatten daheim im Stadion womöglich ausgetauscht werden müssten.

Poker um Vertragsverlängerung

Diesmal ist die Lage viel entspannter, "nicht zu vergleichen mit dem letzten Jahr", findet auch Rolfes. So ist die Vertragsverlängerung mit ihm das absehbar größte Thema, das in Portugal behandelt wird. Im Sommer endet der Kontrakt. Beide Seiten haben den Willen bekundet, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Der Poker ist seit längerem eröffnet. Nach einem ersten Treffen im Dezember hat man sich vertagt. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser stellt eine Verlängerung um "ein bis zwei Jahre in Aussicht", zu "vernünftigen Bedingungen", was wohl bedeutet: weniger Geld. Rolfes, der im Januar 31 Jahre alt wird, würde sich wohl lieber für zwei oder drei Jahre binden. "Wir wissen, was wir an ihm haben", sagt Völler.

Es geht um den letzten längeren Vertrag der Karriere . "Leverkusen ist mein erster Ansprechpartner. Aber ein ablösefreier Spieler wie ich ist immer interessant für andere Vereine", sagt er. Auch für Top-Klubs: "Wir sind ja Zweiter", sagt Rolfes. Die Entscheidung soll möglichst noch in Portugal fallen.

Die Mischung machts

Es ist spekuliert worden, was nach der Spielerlaufbahn kommen könnte. Rolfes sagt: "Der Fokus liegt noch auf der Spielerkarriere. So alt bin nun auch noch nicht." Und er fühlt sich topfit. Der Knorpelschaden, der seine Karriere 2010 zu beenden drohte, ist komplett ausgeheilt. Und das Alter?

"Die Mischung zwischen alt und jung entscheidet. Es geht um die grundsätzliche Einschätzung von Leistungsfähigkeit und nicht nur des Alters. Manchmal habe ich das Gefühl, es geht zu sehr nach Alter, dass jeder die Mannschaft der Zukunft haben will. Wenn du in der Gegenwart erfolgreich sein willst, muss es immer eine gesunde Mischung sein."

Seit 2005 ist er im Klub, seit 2008 Kapitän der Werkself. Bruno Labbadia ernannte ihn seinerzeit zum Nachfolger von Bernd Schneider. Und nach dem Scheitern von Robin Dutt beließen es Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski dabei. 2012 war ein janusköpfiges Jahr für alle bei Bayer 04 und für den Kapitän ganz besonders.

"Die Saison fing nicht gut an und wurde nicht besser", sagt Rolfes. Der Zusammenbruch der Idee mit Dutt, das deprimierende 1:7 beim FC Barcelona, die Aufholjagd in den letzten sechs Spielen unter Leitung des neuen Trainer-Duos, die dann doch noch in die Europa League führte. Und in der Hinrunde Platz zwei, der erste Sieg bei den Bayern seit 1989. Er wurde zum zweiten Mal Vater und schoss am Tag nach der Geburt in Bremen ein Tor.

Grundlegende Änderungen

Sportlich erlebte sogar er in Leverkusen mit dem Trainerwechsel noch eine Überraschung: "Das System habe ich noch nie vorher gespielt. Meistens geht es ja nur um Nuancen, aber jetzt sind es doch recht grundlegenden Änderungen", sagt Rolfes über die Grundordnung.

Die Idee kam vom Trainerstab, aber in Detailfragen hat das Duo die Spieler einbezogen: "Wir haben am Anfang viel einstudiert, und natürlich wurde bei bestimmten Situationen mal gefragt: Was meint ihr dazu?"

Der Aufschwung kam nach einem schwierigen Saisonstart, den niemand geschickter erklären kann als der diplomatisch talentierte Bayer-Kapitän: "Wir haben beim 0:3 in Dortmund das System noch mal um Nuancen verändert. Danach haben wir gesagt, dass wir es ab jetzt durchspielen". Eine der Nuancen: Rolfes spielte beim 0:3 nicht mit.

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