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DFB-Pokal: Bayer 04 verspielt Führung

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Da war der Traum von Berlin geplatzt: Bayer-Akteur André Schürrle.  Foto: REUTERS
Bayer Leverkusen beendet das Jahr mit einer Pleite im DFB-Pokal. Beim VfL Wolfsburg verwaltete die Werkself lange eine Führung, bis die Hintermannschaft von Bayer die Ordnung verlor. Mit 1:2 ging die Partie in Wolfsburg verloren.  Von
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Wolfsburg

Kopfschüttelnd, verzweifelt, fassungslos stand Ömer Toprak nach dem Schlusspfiff auf dem Platz der Wolfsburger Arena. Auf den Rängen feierten die Wolfsburger Fans den unerwartet früh zu Ende gegangenen Pokalabend, und Toprak war der Mann, dessen Fehler die Entscheidung herbeigeführt hatte. Als sich alle schon auf eine Verlängerung des Viertelfinalspiels zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayer 04 eingestellt hatte, misslang Toprak in der 88. Minute eine Kopfballabwehr nach einer Flanke von Ivica Olic. Wolfsburgs niederländischer Stürmer Bas Dost kam völlig frei zum Abschluss und sicherte den Gastgeber den 2:1(0:1)-Sieg. Und den Platz im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Ob ihr Trainer Lorenz-Günther Köstner dann noch auf der Bank sitzen wird, ist dennoch fraglich. Eine Kontaktaufnahme zwischen VfL-Manager Klaus Allofs und Bernd Schuster beherrscht in Wolfsburg die Diskussionen. Allofs allerdings dementierte Berichte über ein Treffen am Mittwoch allerdings entschieden. „Ich bin Übergangstrainer. Solange mir niemand was anderes sagt, mache ich es“, sagte Köstner.

Leverkusen hat solche Themen nicht. Das Halbjahr mit Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski ist sehr erfolgreich gelaufen. Das Pokal-Aus ist für den Tabellenzweiten der erste nicht mehr korrigierbare Rückschlag. Immerhin ist die Werkself mit der dritten Runde im Pokal so weit gekommen wie seit dem Final-Jahr 2008/2009 nicht mehr. „Man sollte es nicht zu hoch hängen. Wenn man die ganze Hinrunde sieht, haben wir gute Leistungen gezeigt“, sagte Torhüter Bernd Leno.

Lewandowski und Hyypiä hatten ihre Elf auf zwei Positionen gegenüber dem 3:0 am Samstag beim HSV verändert. Kapitän Simon Rolfes und Jens Hegeler blieben zunächst auf der Bank. Daniel Carvajal und Stefan Reinartz, beide gegen Hamburg gesperrt, waren für sie dabei.

Hajime Hosogai rückte ins Mittelfeld, wo sich der 26 Jahre alte Japaner immer in der Nähe von Wolfsburgs Spielmacher Diego aufhielt. Nach einer kurzen Druckphase der Gastgeber konnte Bayer 04 die Partie unter Kontrolle bringen, ohne selbst zu dominieren. Es war kalt und feucht, das Stadion halb leer (10 781 Zuschauer) und das Spiel nicht sehr ansehnlich. Chancen gab es auf beiden Seiten kaum – Leverkusen hatte die Lehren aus dem 1:3 im Ligaspiel gezogen und verhielt sich vorsichtiger. Das einzige Tor der ersten Halbzeit fiel fast logischerweise auf kuriose Art. Eine Flanke von Boenisch rutschte Wolfsburgs Verteidiger Fagner beim Klärungsversuch derart unglücklich über den Schuh, dass der Ball unhaltbar ins kurze Eck des Tores von Diego Benaglio (31.) flog.

Wolfsburg erhöhte den Druck

Im zweiten Durchgang erhöhten die Wolfsburger den Druck und damit auch das Risiko. Doch Leverkusens Konter blieben ungefährlich. „Tempo und Dynamik im Spiel nach vorn haben gefehlt. Es war bemüht, aber nicht frisch“, bemängelte Lewandowski. Aber vor der mageren Kulisse brachte der VfL außer einigen Fernschüssen nichts Gefährliches zuwege. Leverkusen schien trotz einer mäßigen Vorstellung in der Lage, das 1:0 über die Zeit zu verteidigen. Jedenfalls bis zur 78. Minute, als Olic im Zweikampf mit Daniel Carvajal einen Pressschlag erzwang. Der Spanier hatte zu lange gezögert und wollte den Eckball unbedingt vermeiden. So fiel der Ball an der Strafraumgrenze auf den Fuß des eingewechselten Christian Träsch, der zur Freude seines Trainers „einen abrotzte“, wie Köstner es blumig nannte.

Und Bas Dost, bis dahin unsichtbar, sorgte schließlich dafür, dass wenigstens den Wolfsburger Anhängern noch warm wurde.

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner (66. Vieirinha), Naldo, Kjaer, Ma. Schäfer - Polak (75. Träsch), Josué - Hasebe, Diego, Olic - Dost.

Bayer 04 Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - L. Bender, Hosogai, Reinartz (66. Rolfes) - Castro (69. Hegeler), Kießling, Schürrle.

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg).

Zuschauer: 10 781.
Tore: 0:1 Fagner (31./Eigentor), 1:1 Träsch (78.), 2:1 Dost (90.).

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