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Financial Fair Play: Holzhäuser besorgt über Uefa-Regeln

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Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser Foto: Rainer Dahmen
Das sogenannte „Financial Fair Play“ bereitet Bayer-04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser große Sorgen. Der Bayer-Boss befürchtet, dass die Kluft zwischen armen und reichen Klubs in Europa noch größer wird.
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Bayer-04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser fürchtet negative Effekte für den Fußball durch das sogenannte "Financial Fair Play" (FFP). "Grundsätzlich bin ich mit vielen Aspekten des FFP einverstanden, aber ich sehe auch Gefahren. Während die wohlhabenden Vereine eine Heerschar an Anwälten engagieren können, um etwaige Schlupflöcher zu finden, muss sich der 08/15-Verein mit den Gegebenheiten abfinden und kann diese Schlupflöcher nicht aufdecken", sagte Holzhäuser in einem Interview mit dem Internet-Portal "isportconnect". Dies werde die Kluft zwischen armen und reichen Klubs in Europa verstärken.

Die strikten Regeln, die den Einfluss von externen Investoren wie heute beispielsweise bei Manchester City oder Paris St.-Germain zurückdrängen sollen, würden den Aufstieg ambitionierter Klubs in höchste Sphären eindämmen. Als Beispiel nannte Holzhäuser einen Transfer von André Schürrle (22) zum FC Chelsea. Leverkusen hatte den Nationalspieler 2011 für acht Millionen Euro vom FSV Mainz geholt. Im Sommer 2012 lag eine Offerte des englischen Klubs von Milliardär Roman Abramowitsch in Höhe von 25 Millionen Euro vor. "Diese 25 Millionen würden wiederum von Bayer 04 für beispielsweise zwei neue Spieler genutzt. Insofern hätten neben Bayer 04 zwei weitere Vereine von dem Geld Abramowitschs profitiert. Dieses Geld würde bei einer strikten Einhaltung der Regeln fehlen." Leverkusen hatte Schürrle seinerzeit die Freigabe verweigert. Gerüchte über einen neuen Vorstoß der Engländer gibt es ständig. Für die Perspektiven seines Klubs fürchtet Holzhäuser: "Ein Verein wie Bayer 04 kann bei strikter Einhaltung mit Gewissheit nicht mehr in das Champions League Finale vordringen wie noch 2002."

Die Uefa hatte das FFP 2009 beschlossen, um der galoppierenden Verschuldung der Klubs entgegenzuwirken und mittelfristig eine selbsttragende Finanzierung der Vereine ohne riesige Spritzen von Investoren zu erreichen. In der laufenden Saison wurden erstmals Strafen verhängt. Besonders hart traf es den FC Malaga aus Spanien, der für die kommende Saison von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen wurde. Holzhäuser sagte: "Ob sich die Uefa erlauben kann, Vereine wie Real Madrid oder den FC Barcelona von der Champions League auszuschließen wenn diese die Vorgaben nicht erreichen, wage ich aber zu bezweifeln." (co)

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