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Sascha Lewandowski: „Das tut ein bisschen weh“

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Sascha Lewandowski. Foto: Bongarts/Getty Images
Bayer 04 Leverkusens Ex-Trainer Sascha Lewandowski spricht über seinen Abschied als Chefcoach des Werksklubs. Er will sich nicht dafür entschuldigen, dass er sich künftig wieder um den Nachwuchs kümmern will. Ein Interview.    Von
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Der 41 Jahre alte Fußballlehrer spricht über seine 14 Monate als Chefcoach und seine zukünftigen Aufgaben im Nachwuchsbereich des Werksklubs.

Herr Lewandowski, ein Sieg zum  Abschluss in Hamburg und die Torschützenkanone für Stefan Kießling. Besser hätte es nicht laufen können oder?

Sascha Lewandowski:  Schöner kann es eigentlich nicht laufen. Es war noch mal ein i-Tüpfelchen auf einer richtig guten Saison und auf ein Spiel, dass man für die Mannschaft  richtig gut bewerten muss. Du hast Dein Saisonziel schon vorher erreicht. Und dann noch mal die letzten beiden Spiele zu gewinnen und in Hamburg bei einem starken Gegner, für den es um alles geht, sich noch mal richtig reinzubeißen, das zeugt von Qualität und Charakter.

Wie war es, das letzte Mal an der Seitenline zu stehen?

Lewandowski:  Es war ein bisschen weniger angespannt als vorher. Aber wenn das Spiel erst mal läuft, bist Du natürlich  gallig drauf, ein richtig gutes Spiel mit der Truppe abzuliefern. Dann brennst Du natürlich auch. Es war schön, dass wir die Intensität  des Spiels gut angenommen haben und uns  im Lauf des Spiels sehr gesteigert. Und wenn dann natürlich in der letzten Minute so etwas passiert, dann passt einfach alles richtig gut.

Macht dieser emotionale Abschied das schwere Herz noch schwerer, mit dem sie die Profis verlassen?

Lewandwoski: Es war ja eine rationale Entscheidung, und ich bin ja nicht aus der Welt. Wir werden ja weiterhin viele Verknüpfungspunkte haben, auch wenn wir nicht mehr in der Konstellation Spieler-Traimer zusammenarbeiten. Es hat in den 14 Monaten mit den Jungs Riesenspaß gemacht. Ich habe die Truppe als sehr angenehm kennen gelernt. Sie sind gut zu packen. Das, was vorher mal im Raum stand, kann ich überhaupt nicht unterschreiben. Die Jungs sind gut, sie sind entwicklungsfähig. Wenn Du Tag für Tag mit ihnen intensiv arbeitest, dann ist es für den Trainer ein bisschen schwierig, wenn der Moment kommt, wo es aufhört. Das streifst Du nicht von heute auf morgen ab. Da ist viel Verbundeheit da. Das tut ein bisschen weh. Aber genauso freu ich mich auf meine neue Aufgabe.

Machen Sie Pause oder gehen Sie direkt in die neue Aufgabe?

Lewandowski: Ich gehe direkt in die neue Aufgabe. Einige Punkte sind mit Blick auf die neue Saison noch zu klären. Da ist es sinnvoll, mit meinen künftigen Mitstreitern zu sprechen und einige Dinge abzustimmen. Es geht nahzu nahtlos weiter.

Was passiert, wenn ein anderer Profiklub im Sommer feststellt: Sascha Lewandowski hat doch  gute  Arbeit gemacht. Macht es Sinn, Sie anzurufen?

Lewandowski: Ich habe für jetzt erstmal eine klare Aussage getroffen: Ich übernehme die Aufgabe, die ohnehin vor 14 Monaten angedacht war. Die ist wichtig für uns, um im Nachwuchsbereich noch einen Schritt weiter Richtung Optimierung unserer Leistungsfähigkeit zu gehen.  Es ist wichtig, dass wir diese Funktion haben und sie gut mit Leben füllen. Da finde ich mich gut wieder. Da freue ich mich drauf, weil ich auch mit Kollegen zusammen arbeite, mit den ich vorher schon  zusammen gearbeitet habe. Es ist eine interessante Aufgabe. Von daher kommt etwas anderes  im Moment und jetzt nicht in Frage.

Ihre Entscheidung ist seit der vergangenen Woche bekannt. Können Sie noch etwas zu den Gründen sagen?

Lewandowski: Ich habe immer das Gefühl, als wenn man sich dafür noch mal entschuldigen müsste. Es ist, wie es ist. Also nochmal: Die 14  Monate waren schön, wir haben noch mal ein schönes Ausrufezeichen gesetzt und jetzt freue ich mich darauf, wie es weitergeht.

Aufgezeichnet von Christian Oeynhausen 

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