Schlusslicht Fürth ergattert einen Punkt gegen müde Leverkusener, die nach der Europa-League-Enttäuschung in Lissabon erneut nicht überzeugen.
Sascha Lewandowski, Trainer Bayer 04:
„Die ersten 30 Minuten haben wir mit viel zu wenig Tempo agiert und insgesamt ohne die nötige Konsequenz und damit haben wir sicherlich den Gegner zusätzlich noch stark gemacht. In der Phase kurz vor der Pause machen wir es deutlich besser, da halten wir den Druck deutlich höher. In der Phase müssen wir dann auch mal in Führung gehen, um dem Spiel für die zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gegeben. In der zweiten Halbzeit haben wir in den ersten 20 Minuten das Spiel kontrolliert, waren aber im letzten Drittel auch wieder zu wenig zwingend. Ab der 65. Minute haben wir immer wieder unruhig agiert, waren ungeduldig, wollten die letzte Aktion erzwingen, haben zu wenig die Breite mitgenommen, immer wieder den Ball verloren und Fürth die Gelegenheit gegeben, gefährlich zu kontern. Unterm Strich ist das für uns klar enttäuschend. Es war unangenehm zu spielen heute, weil Fürth es richtig gut gemacht hat. Aber unser Anspruch muss es trotzdem sein, anders aufzutreten und sich im Endeffekt doch durchzusetzen.“
Ludwig Preis, Trainer Greuther Fürth:
„Unsere junge Rasselbande hat es heute sehr gut gemacht. Die ersten 20, 25 Minuten waren wir immer wieder beweglich, haben immer wieder gutes Tempo auf die Leverkusener Abwehr gespielt. Leider hatten wir bei der Standardsituation Pech, dass Mavrajs Kopfball auf der Linie geklärt wird. Es wäre sehr wichtig gewesen, in dieser Phase 1:0 in Führung zu gehen. Aber wir haben es geschafft, das Publikum rüberzuholen. Es war eine sensationelle Stimmung im Stadion. Aber der35. Minute hat man gemerkt, dass wir die Ordnung nicht mehr so stabil gehalten haben. Da haben die Leverkusener ihre Klasse gezeigt. In der Phase können wir uns bei unserem Keeper bedanken. In der zweiten Halbzeit haben wir es wieder etwas beruhigen können. Gegen Ende sind wir über die Schmerzgrenze gegangen. Für uns ist es schon ein gewonnener Punkt, denn gegen so einen Klassegegner kann man nicht damit rechnen. Wir haben uns das erarbeitet mit viel Laufarbeit und mit viel Fingerspitzengefühl, was das taktische Konzept angeht.“
Bernd Leno:
„Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir hier unbedingt gewinnen wollten. Im Nachhinein haben wir ja auch erfahren, dass Dortmund unentschieden gespielt hat und wir dann hätten vorbeiziehen können. Vorne müssen wir einfach die Tore machen, weil wir am Ende der ersten Halbzeit mehrere Chancen hatten. Ich denke, Hesl hat gut gehalten. Am Ende springt nur ein Punkt heraus. Egal, wie schlecht die Bedingungen waren, egal, wie schlecht der Platz war, das darf keine Ausrede sein. Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorstellen.“
André Schürrle:
„Wir hatten uns vorgenommen, zu gewinnen und wir hatten eine klare Marschroute. Leider haben wir das verpasst. Der Platz war eine Vollkatastrophe, das muss man einfach mal sagen. Da kann man auch nur ganz schwer spielen. So ist es nun mal im Winter. Wir haben es dann auch mit ein paar langen Bällen versucht. Die größten Chancen hatten wir aus der Distanz. Da muss mal einfach einer durchrutschen. Das hat ist heute leider nicht passiert. Wir müssen auf uns schauen, und den Dreier, den wir heute verpasst haben, am Samstag gegen Stuttgart holen. Was Dortmund oder sonstwer macht, interessiert uns nicht.“


