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Feuerwehr: Atemnot und tränende Augen

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Bei einer Übung in Bedburg sind zwei Feuerwehrleute verletzt worden. Foto: dpa - Symbolbild
Zwei Feuerwehrmänner sind bei einer Übung in Bedburg-Kirchtroisdorf verletzt worden. Mit einer Rauchgranate war ein Kellerbrand simuliert worden. Danach klagten die Wehrleute über Atemnot.  Von
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Bedburg-Kirchtroisdorf

Bei einer Übung mit einer Rauchgranate wurden zwei junge Männer der Löschgruppe Kirchtroisdorf verletzt. Nach dem Einsatz im Keller des Gerätehauses klagten die beiden Wehrleute über Atemnot und tränende Augen. Einer musste für vier, der andere für sieben Tage ins Krankenhaus. Zu dem Zwischenfall war es am 9. Juli gekommen.

Wie Bedburgs Stadtbrandmeister Guido Garbe betonte, hatte der neue Löschgruppenführer Stephan Arndt die Granate gezündet. Er habe die Granate mit der Aufschrift "Rauchgranate zu Übungszwecken" in einem Schrank gefunden, der nur Führungskräften zugänglich sei. Unklar sei, wie die Granate in den Schrank gelangt sei. "Wir benutzen keine Granaten, sondern eine Nebelmaschine." Mit der Übung sollte ein Kellerbrand simuliert werden.

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Die Männer trugen - dies ist auch nicht vorgeschrieben - keine Atemschutzmasken. "Nach einer Weile kam es zu einer Reizung der Atemwege, die an der frischen Luft noch zunahm", erklärt Garbe. Weil nach seinen Angaben nicht "mehr als Asche" von der Granate übrig war, könne nicht mehr ermittelt werden, was genau zu der Reizung geführt habe. "Ich habe gedacht, ich könnte die Granate benutzen", sagt Löschgruppenführer Arndt. Sie habe in einem abgeschlossenen Schrank im Brandmeisterbüro gelegen, "nichts sprach dagegen, sie einzusetzen, zumal sie auch neuwertig aussah." Arndt sei guten Willens gewesen, es sei ein Unfall gewesen, erklärte Garbe.

Erleichtert ist Arndt, dass es seinen Kameraden wieder gut geht. "Ihnen fehlt nichts, sie sind fachärztlich untersucht worden." Die Einheit stehe hinter ihm, "trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen." Arndt wirft sich vor, nicht nachgefragt zu haben, ob solche Granaten noch eingesetzt werden. Seitens der Stadt wurde Arndt ermahnt. Die Staatsanwaltschaft prüfe, ob eine fahrlässige Körperverletzung vorliege, erklärt Garbe.

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