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Jubiläum: Immer wieder aufgebaut

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Vor 150 Jahren wurde die Kirchhertener Pfarrkirche St. Martinus geweiht. Dieses Jubiläum wird am Sonntag gefeiert. Foto: Markus Clemens
Die Kirche St. Martinus in Bedburg Kirchherten steht in ihrer heutigen Form seit mittlerweile 150 Jahren. Grund genug für die Mitglieder der Gemeinde dieses Jubiläum am Sonntag mit einer großen Festmesse kräftig zu feiern.  Von
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Bedburg-Kirchherten

Die Geschichte der St.-Martinus-Kirche in Kirchherten ist lang, bereits im siebten Jahrhundert könnte sie existiert haben. Heinz-Gerd Schmitz, der Vorsitzende des Bedburger Geschichtsvereins schreibt, dass es in diesen Jahren mehr als 1000 Kirchen im Frankenreich gegeben habe, die zu Ehren des heiligen Martinus errichtet wurden. Durch eine kaiserliche Urkunde ist die Existenz einer Kirche im Dorf seit 1288 eindeutig belegt. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie mehrmals neu aufgebaut. Die Kirche in ihrer heutigen Form ist zwischen 1857 und 1861 errichtet worden und wurde 1862, vor 150 Jahren, eingeweiht. Das Jubiläum feiern die Gläubigen an diesem Sonntag.

Von Truppen angezündet

Das alte gotische Gotteshaus war eine einschiffige Kirche, die Anfang des 16. Jahrhunderts vergrößert werden musste. Es war der 8. Juni 1642, als dieses Gotteshaus von Hessisch-Weimarischen Truppen angezündet wurde. Dank einer Landeskollekte konnte die Kirche 1659 wieder aufgebaut werden. Sie sollte bis 1857 Bestand haben. Zu klein und mittlerweile baufällig geworden, wurde sie damals abgebrochen und durch den heutigen, größeren und neugotischen Bau ersetzt. Auch in neuer Zeit wurde an der Martinus-Kirche gearbeitet. Der alte Hochaltar, die Kanzel und die Kommunionbänke wurden 1960 ersetzt, dank Pfarrer Herkenrath wurde 1991 ein neuer Altar errichtet.

Nach Fertigstellung der Kirche vor 150 Jahren gab die Gemeinde eine Orgel beim Orgelbauer Georg Stahlhut in Burtscheidt in Auftrag. 6000 Mark mussten damals für das Instrument bezahlt werden. Erst 2005 ist die Orgel komplett saniert worden. Ebenfalls von historischem Wert sind die Glocken der Kirche. Sie heißen Martinus und Maria, Johannes und Margarete. Drei von ihnen sind mehr als 100, eine sogar mehr als 300 Jahre alt.

Der Taufstein der Kirche – er stammt aus dem Jahr 1642 – hat eine denkwürdige Geschichte. Erhalten haben ihn die Kirchhertener aus der Pfarrkirche St. Alban aus Köln. Im Laufe der Jahrhunderte war er in Hohenholz als Futtertrog, später auf Schloss Harff als Blumenkübel zweckentfremdet.

Das Patrozinium und die Kirchweihe vor 150 Jahren werden am Sonntag, 11. November, 9. 30 Uhr, mit einer Festmesse gefeiert. Im Anschluss gibt es im Pfarrheim wo einen Diavortrag über die Geschichte der Kirche.

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