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Einzelhandelskonzept: Neue Chance für Supermarkt

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Laut eines Einzelhandelskonzepts braucht der Rewe-Markt in Neunkirchen-Seelscheid mehr Platz. Foto: dpa
Das neue Einzelhandelskonzept für Neunkirchen-Seelscheid fordert vor allem eins: Der Rewe-Markt braucht mehr Platz. Der Planungsausschuss beschloss nun, dass Behörden und Bürger beteiligt und befragt werden sollen.  Von
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Neunkirchen-Seelscheid

Neunkirchen könnte gut einen Drogeriemarkt gebrauchen. Außerdem wäre eine Erweiterung des Rewe-Marktes vorteilhaft. Ein Gutachter schlägt in einer neuen Expertise vor, den Supermarkt im Gewerbegebiet Ohlenhohn anzusiedeln, hinter dem Komplex Aldi/Raiffeisenmarkt.

Im Planungsausschuss stellte Michael Karutz von einem Kölner Fachbüro sein Konzept vor. 2007 hatte es schon einmal eines gegeben; damals war das Gelände des Antoniuskollegs für den Einzelhandel einkalkuliert worden. Das AK sollte an anderer Stelle neu gebaut werden. Nun wird die Privatschule aber saniert – und der Rewe-Markt braucht an anderer Stelle Platz. Wie damals weist das neue Gutachten dafür 2100 Quadratmeter aus, 750 Quadratmeter davon Verkaufsfläche.

Für Erstaunen hatte 2007 die Abgrenzung gesorgt: Der heutige Rewe befand sich noch im Zentrumsbereich, Ohlenhohn galt aber schon als „außerhalb“ und war damit als neuer Standort tabu. Nun haben sich angeblich die landesplanerischen Vorgaben geändert und Ohlenhohn darf in den zentralen Versorgungsbereich einbezogen werden – eine neue Chance für Rewe. Der Planungsausschuss beschloss einstimmig den nächsten Schritt: die Befragung und Beteiligung von Behörden und Bürgern.

Das Nachfragevolumen für den Einzelhandel in Neunkirchen-Seelscheid beträgt 118 Millionen Euro. Rechnet man die Einzugsgebiete Heisterschoß/Happerschoß und Winterscheid dazu, kommt man sogar auf 143,6 Millionen Euro. Der tägliche Bedarf, allen voran Lebensmittel, hat dabei mit Abstand die Nase vorn (77 Millionen). Es folgen der persönliche Bedarf (Kleidung, Schuhe, Optik) mit 19 Millionen und Medien/Technik mit 16,3 Millionen. Gezählt wurden 95 Einzelhandelsbetriebe, davon 33 im Bereich Lebensmittel, 13 für Bekleidung/Wäsche und elf für Geschenke/Haushalt. 57 Prozent des tatsächlichen Umsatzes werden bei Lebensmitteln erzielt. In allen Branchen gibt es Kaufkraftabflüsse; Ausnahmen sind Bücher und Schreibwaren. Hier gibt es sogar einen kleinen Zufluss.

Im Warensortiment Elektro/Unterhaltung/PC geht das meiste Geld nach außerhalb, ebenso im Segment Schuhe/Lederwaren/ Sportartikel und bei Bekleidung/Wäsche. Unterm Strich verzeichnet der Gutachter einen Kaufkraftzufluss in Höhe von 5,1 Millionen – Menschen von außerhalb kaufen in der Gemeinde ein – und einen -abfluss in Höhe von 50,2 Millionen Euro. Das heißt, 38 Prozent der Kaufkraft wird außerhalb der Gemeinde umgesetzt.

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