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Kraftwerk Niederaußem: RWE feiert 50 Jahre Kraftwerk

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Der rheinische Kraftwerkspark (im Vordergrund das Kraftwerk Niederaußem) war 2012 sehr leistungsstark – weil alte und neue Blöcke noch parallel liefen.  Foto:  Beissel (Archivbild)
Mit einem Tag der offenen Tür und einem Fotowettbewerb feiert RWE das 50-jährige Bestehen des Kraftwerks Niederaußem. Sowohl das Innovationszentrum, der BoA-Block als auch das Werksgelände können bei Rundfahrten besichtigt werden.
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Bergheim-Niederaußem

Ursprünglich war es nur ein Ableger. Als das Kraftwerk Niederaußem 1963 mit zwei 150-Megawatt-Blöcken ans Netz ging, da gehörte es mit der Bezeichnung „Werk IV“ zum Kraftwerk Fortuna. Dieses Kraftwerk gibt es nicht mehr. Die Kessel und die Gründerzeit-Bauten sind längst verschwunden. Das Kraftwerk selbst musste dem Stoff weichen, den es selbst gierig über Jahrzehnte fraß: Kohle. Auch das ist Geschichte. „Werk IV“ heißt Niederaußem, ist das leistungsstärkste im Revier. Und für RWE ist das 50-jährige Bestehen nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch Anlass zu einer Zeitreise mit Fotowettbewerb. Titel: 50 Jahre Kraftwerk Niederaußem.

Bei 300 MW (300 000 Kilowatt) lag die Höchstleistung, als die Kessel 1963 das erste Mal unter Volllast liefen. Schon 1975 feierten die damaligen Rheinisch Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) in Niederaußem einen kleinen Heimsieg. Das Kraftwerk hatte nach stetigem Ausbau mit einer Leistung von 2700 MW den Titel „Größtes Dampfkraftwerk Europas“ errungen.

80.000 Tonnen Kohle

Das bedeutete schon damals das Verfeuern von 80 000 Tonnen Rohbraunkohle – täglich. Die Elektrifizierung schritt voran, doch die Kehrseite war nicht zu übersehen. Es gab Tage, da hängten die Frauen in der Umgebung der Kraftwerke keine Wäsche nach draußen – Ruß und Staub gehörten zum Alltag. Auch Schwefel und Kohlendioxid entwichen anfangs ungefiltert in die Luft. In den 80er Jahren investierte RWE mehr als 2,5 Milliarden Euro in die Rauchgasentschwefelung aller Kraftwerke. Elektrofilter und Hochleistungswäscher haben weiter für Luftverbesserung gesorgt. Doch Kohlendioxid (CO2) strömt immer noch weitgehend ungehindert in die Luft. Nach Schätzungen des Bundes für Umwelt und Naturschutz mehr als 28 Millionen Tonnen pro Jahr. Heute leistet das Kraftwerk mit dem neuen BoA-Block mehr als 3800 MW.

Gefeiert wird am Samstag, 25. Mai, mit einem Tag der offenen Tür. Sowohl das Innovationszentrum, der BoA-Block als auch das Werksgelände können bei Rundfahrten besichtigt werden. Geplant ist ein Bühnenprogramm mit Musik und großem Angebot für Kinder mit Kettcars und Hüpfburgen.

An diesem Tag werden auch die seltensten, kreativsten oder einfach schönsten Fotos vom Kraftwerk aus den vergangenen 50 Jahren prämiert. Den Siegern winkt ein Collage der schönsten Bilder als Preis. Wer zur Kamera greift oder aus der Bilderkiste etwas hervorzaubert, sende dies an die RWE Power AG PR/Medien Huyssenallee 2, 45128 Essen, per Mail an: aktionen.rwepower@rwe.com oder gebe es einfach beim Pförtner am Kraftwerk, Werkstraße, ab. Wichtig: Einsendeschluss ist der 6. Mai 2013. Zur Jury gehören Bürgermeisterin Maria Pfordt, Kraftwerkschef Tilmann Bechthold, Betriebsratschef Harald Könen, sowie Vertreter des Kölner Stadt-Anzeiger. (nk)

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