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Ostern: Häschen auf zerbrechlicher Schale

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Kunstvoll bemalte Gänse- und Straußeneier und ein ganz großes Exemplar aus Pappe präsentierte Margot Sommer auf dem Bergheimer Osterkunstmarkt.  Foto: Joachim Roehrig
Die Bergheimer Kunstgemeinschaft lud am Wochenende zu einem Kunst- und Kunsthandwerkermarkt im Rathausfoyer der Stadt Bergheim. Auch Bürgermeisterin Maria Profdt mischte sich unter die Besucher. Die Austeller kamen aus der Region.  Von
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„Draußen ist vom Frühling leider nichts zu spüren, aber hier drinnen wird man trotzdem in eine richtig angenehme frühlingshaft und vorösterliche Stimmung hineinversetzt“, freute sich Bürgermeisterin Maria Pfordt beim Gang durchs Rathausfoyer, das sich am Wochenende von seiner schönsten Seite zeigte. Zu verdanken war das den Mitgliedern der Bergheimer Kunstgemeinschaft. Sie nutzten die gute Stube der Stadt einmal mehr als Schauplatz für ihren Kunst- und Kunsthandwerkermarkt.

Zwölf Vereinsmitglieder und 25 Gastausstellerinnen und -aussteller aus der gesamten Region präsentierten an ihren Ständen handgemachte schöne Dinge in vielen Variationen. Zu sehen gab es beispielsweise Bilder, Schmuck, Glaskunst, Floristik, Keramik für Haus und Garten, Textilarbeiten, Teddies und natürlich Osterdekorationen aller Art.

Zu den Hinguckern gehörten die kunstvoll bemalten Ostereier aus dem Atelier von Margot Sommer. Die Dürenerin zaubert mit ruhiger Hand filigrane Aquarellbilder auf ausgeblasene Gänse- und Straußeneier und schreibt in feinstem Pinselstrich zuweilen sogar kleine Gedichte auf die empfindlichen Schalen. Besonders beliebt sind putzige Szenen im Stil des Kinderbilderbuchs „Die Häschenschule“. „Da gibt es inzwischen sogar einige Sammler, die jedes neue Ei aus der Serie gleich haben möchten“, berichtet Margot Sommer stolz.

Die Freude über die gute Resonanz auf ihren Ostermarkt, der seit fast 15 Jahren stets kurz vor dem Fest im Rathaus stattfindet, tröstete die Aktivisten der Kunstgemeinschaft auch über einige Sorgen hinweg. „Die meisten von uns sind über 50 Jahre alt“, erklärt Ulrike Fürstenwerth, „wir suchen händeringend jüngere Leute, die frischen Wind in unsere Künstler- und Kunsthandwerkergruppe bringen und auch bereit sind, bei Veranstaltungen mit anzupacken oder Projekte zu organisieren.“

Fürstenwerth war bis vor kurzem Vorstandssprecherin der gut 20 Mitglieder starken Kunstgemeinschaft, doch diesen Vorstand gibt es inzwischen aus Mangel an Interessentinnen und Interessenten nicht mehr. So will man nun versuchen, jeweils wechselnde Organisationsteams für einzelne Aktionen zu bilden. Beim Ostermarkt hat das vor allem dank des großen Engagements von Angelika Lanfermann, Ingrid Kullack und Peter Thiemt gut geklappt.

In welcher Form sich die Gemeinschaft im Juni am Stadtfest beteiligt und ob es im Dezember wieder einen Nikolausmarkt geben wird, ist aber noch offen. Auf keinen Fall will man in der Vorweihnachtszeit wie in den vergangenen beiden Jahren ins Medio gehen. „Es ist wirklich sehr schwer, ein größeres Publikum zu Veranstaltungen nach Bergheim-Mitte zu locken“, weiß Ulrike Fürstenwerth, „gemessen an der Resonanz sind Aufwand und Kosten im Medio einfach zu groß für uns. Wenn wir in der Weihnachtszeit überhaupt etwas machen, dann wohl hier im Rathaus.“

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