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Pegel: Erft keine Hilfe für den Rhein

Erft zwischen Glesch und Paffendorf. Foto: Clemens (Archiv)
Der warme Winter und der Regen lassen die Pegel der Flüsse steigen. Nach Angaben des Erftverbandes wurde ein natürliches Überschwemmungsgebiet geöffnet, in das Hochwasser eingeleitet werden kann.  Von
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Rhein-Erft-Kreis/Bergheim. 

Der Winter ist so warm wie selten. Statt zu schneien, regnet es seit Wochen beständig aus dem wolkenverhangenen Himmel. Nasse statt weiße Weihnachten liegen hinter den Menschen an Rhein und Erft. Und die Pegel der beiden Flüsse stehen hoch. An Heiligabend öffnete der Erftverband nach Angaben von Erftverbands-Vorstand Dr. Wulf Lindner seine Retentionsfläche in Kerpen-Mödrath. Das ist ein natürliches Überschwemmungsgebiet, in das Wasser eingeleitet werden kann, wenn flussabwärts Hochwasser drohen sollte.

Laut Lindner bestand allerdings zu keiner Zeit die Gefahr einer Überschwemmung an der Erft: „Wir haben diese Retentionsfläche nur geöffnet, um die Bauarbeiten für neue Brunnen von RWE in der Nähe zu entlasten.“

Auch über die Weihnachtstage seien keine Notfälle gemeldet worden, versicherte Lindner: „Alles verläuft normal und ohne Notfälle.“ Spezialisten vom Erftverband kontrollierten die Wetterprognosen laufend an ihren Rechnern, um im Falle eines Hochwassers schnell eingreifen zu können, so Lindner weiter. „Doch uns ist bislang auch noch von keiner Gefahr bekannt, die da kommen könnte. Auch in den nächsten Tagen soll die Situation sich eher entspannen.“

Zum Jahreswechsel allerdings sagen Meteorologen wieder stärkere Niederschläge voraus. Warm bleibt es auch, so dass auf den Mittelgebirgen kein Schnee, sondern Regen fällt und sofort in die Nebenflüsse drängt. Das könnte den Rhein wieder zum Steigen bringen.

Auf die Frage, ob die Erft dem Rhein in gewisser Weise helfen könnte, ein Hochwasser abzulindern, sagte der Erftverbandschef: „Nein, die Erft kann dem Rhein nicht helfen. Das würde überhaupt keinen Sinn ergeben, denn die Kapazitäten der Erft sind dafür einfach zu gering.“

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