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Schwimmbad: Vandalen im Fortuna-Park unterwegs

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Betreiber Harald Keller hat eine Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Foto: Dennis Vlaminck
Der Fortuna-Park in Bergheim ist erneut verwüstet worden. Sie zündeten eine Jalousie an, brachen in den Imbiss ein und versenkten die Kassen im Schwimmbecken. Der Polizei gelang es, Fingerabdrücke und Speichel zu sichern.  Von
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Bergheim-Oberaußem

Harald Keller schüttelt den Kopf. Der Betreiber des Fortuna-Parks in Oberaußem ringt nach Worten. Wieder muss der Investor, der es gerade erst geschafft hat, das Bad nach einem Wasserrohrbruch wieder in Betrieb zu nehmen, einen Rückschlag hinnehmen. „Ich verstehe das nicht“, sagt er schließlich. „Wieso macht es jemandem Spaß, anderer Leute Sachen kaputtzumachen?“

In der Nacht zu Dienstag sind laut Keller Unbekannte in den Fortuna-Park eingedrungen und haben ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen. Erst haben sie einen Strandkorb in den Imbissbereich geschleppt und es sich dort gemütlich gemacht. „Die Kühlautomaten haben sie ausgesteckt, vermutlich brauchten sie die Steckdose, um Musik zu hören“, sagt Keller.

Dann hätten sich die Unbekannten am Imbiss zu schaffen gemacht. „Die Jalousie wurde angezündet und dann hochgeschoben, die Scheibe eingeschlagen und ein großes Stück aus der Bedientheke aus Marmor gebrochen.“ Als sie sich endlich Zugang zu der Küche und dem Kassenbereich verschafft hatten, ging es dort munter weiter. Vier elektronische Kassen seien herausgerissen und ins große Becken geworfen worden. „Die hatten wir dieses Jahr erst angeschafft, nachdem unsere Kassen bei einem Einbruch im vorigen Jahr zum Ende der Badesaison schon einmal zerstört worden waren“, berichtet Keller.

Auch Müll und andere Dinge seien im Becken gelandet, eine Mitarbeiterin habe am Morgen eine Dreiviertelstunde gebraucht, um das Becken wieder sauber zu bekommen. Aus dem Imbiss hätten die Unbekannten zudem einen Laptop entwendet. Es war bereits der zweite Einbruch innerhalb weniger Tage. Erst am Wochenende hätten Unbekannte die Kühlautomaten leergeräumt und 200 Flaschen Cola, Kölsch und Iso-Getränke mitgehen lassen.

Keller schätzt den Schaden auf etwa 15 000 Euro. „Die Polizei war mit der Spurensicherung da. Sie haben Fingerabdrücke und Speichel gesichert“ – die Unbekannten hätten neben dem Strandkorb auf den Boden gespuckt. Keller hofft nun auf die Versicherung. Bei dem großen Einbruch im vorigen September, bei dem auch ein Beamer gestohlen worden sei, habe die Versicherung nichts übernommen. „Danach aber haben wir die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, alles war mehrfach verschlossen.“

Mit der Stadtverwaltung will er nun überlegen, was sich gegen die Zerstörungswut machen lässt. „Das sind immer dieselben Leute, die nachts vor dem Bad Party machen“, äußert Keller einen Verdacht. Dass ihm bei seinem Projekt Fortuna-Park immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, will er nicht mehr hinnehmen. „Ich werde einen Sicherheitsdienst einsetzen.“ Fachbereichsleiter Volker Mießeler von der Stadtverwaltung kündigte an, sich gemeinsam mit Keller „intensiv Gedanken“ zu machen, wie der Fortuna-Park geschützt werden könne.

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