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Tote Welpen: Hundehändler zieht um

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Hundehändler Ari Mett Rodriguez mit einem Welpen. Die Polizei ermittelt, weil der Bergheimer todkranke Tiere verkauft haben soll. Foto: Dennis Vlaminck
Im Fall des Bergheimer Hundehändlers Ari Mett Rodriguez hat das Veterinäramt bisher keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten. Bei Kontrollen gab es keine Beanstandungen. Die Krankheit bei den Welpen hatte er selber beim Amt gemeldet.  Von
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Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen Betrugs gegen Ari Mett Rodriguez. Ob der Mann aber absichtlich fünf kranke Hundewelpen verkauft hat die anschließend verendet sind, steht längst nicht fest. Das Veterinäramt des Kreises hat jedenfalls keine Anhaltspunkte dafür, dass bei Mett etwas schief läuft. Kreisveterinärin Dr. Birgit Rons van Danwitz: „Auch bei unangemeldeten Prüfungen des Hundehändlers gab es keine Beanstandungen.“

Dass sein Vermieter ihn zwangsweise aus den Räumen entfernen will, entlockt dem Händler nur ein Lächeln. „Ende des Monates ziehen wir sowieso aus, wir haben in Grevenbroich etwas gekauft.“ Mett hatte im Dezember mehrere Hundewelpen verkauft, die an der hochansteckenden Viruskrankheit Parvovirose verendet waren. „Er hat die Krankheit bei den Tieren von sich aus bei uns angezeigt“, so Amtsleiterin Ros van Danwitz. Als die Kontrolleure vor Ort waren, sei das Gehege desinfiziert und die kranken Hunde in tierärztlicher Behandlung gegeben worden. Die übrigen Welpen seien klinisch gesund gewesen. Mett hat eine Genehmigung zum Hundehandel und eine Sachkundeprüfung abgelegt. Die Veterinäre gehen davon aus, dass nur eine Gruppe von Welpen Kontakt mit infizierten Tieren hatte.

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