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Feuerwehr Bergisch Gladbach: Falsches Fahrzeug für freizügige Fotos

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Die junge Feuerwehrfrau lässt sich in einer Aufnahmepause mit dem Fotografen ablichten. Foto: Verlag Fire 1
Ein 29-jähriges Mitglied der freiwilligen Feuerwehr in Bergisch Gladbach hat für erotische Fotos vor einem Feuerwehrfahrzeug posiert. Dies war ihr zuvor von der Stadt untersagt worden. Die Folge: ein Disziplinarverfahren.  Von
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Leicht bekleidet und etwas unbeholfen steht Yvonne Lux (Name geändert) vor einem Feuerwehrfahrzeug. Die 29-jährige Blondine ist halt kein Fotomodell, sondern eine Feuerwehrfrau aus Bergisch Gladbach und sie lässt sich für den erotischen Feuerwehrkalender 2014 ablichten – und das gegen den Willen ihrer Vorgesetzten.

Die Quittung folgt auf dem Fuß, Lux, langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, bekommt ein Disziplinarverfahren seitens der Feuerwehr und wird um einen Dienstgrad zurückgestuft. „Die Feuerwehr hat nichts gegen private erotische Aufnahmen – allerdings nicht mit Fahrzeugen der Feuerwehr Bergisch Gladbach“, sagt Feuerwehrsprecher Elmar Schneiders.

Stadt lehnte Anfrage ab

Die Feuerwehr wirft der jungen Frau Folgendes vor: Ihre Anfrage, Gebäude, Fahrzeuge oder Geräte der Feuerwehr Bergisch Gladbach für kommerzielle Bildaufnahmen zu nutzen, hätten Stadt und Feuerwehrspitze abgelehnt. Daran soll sich Lux nicht gehalten haben. Tatsächlich tauchten wenige Tage nach einem Fototermin für den Feuerwehrkalender Fotos von der jungen Frau im Schaufenster des Bergisch Gladbacher Fotografen Tom Pochert auf: mit einem Fahrzeug des Löschzugs Stadtmitte im Hintergrund. Aufgenommen auf einem Privatgrundstück in Bergisch Gladbach.

Wie das Fahrzeug aus der Fahrzeughalle auf das Privatgrundstück gekommen ist, erklärt Pochert. „Wir haben erste Fotos mit einem historischen Fahrzeug gemacht. Der Vater meines Modells schlug vor, noch Fotos mit einem weiteren Fahrzeug zu machen. Wir fuhren zu einem Privatgrundstück, hier stand der Wagen der Bergisch Gladbacher Feuerwehr.“

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Obwohl Pochert weiß, dass kein Fahrzeug aus Bergisch Gladbach genommen werden sollte, macht er die Fotos. „Der Vater gab sich als Feuerwehrmann zu erkennen und ich dachte, das geht schon in Ordnung“, sagt der Fotograf rückblickend. Die junge Feuerwehrfrau bestätigt die Aussage des Fotografen. „Wir haben den Wagen im Rahmen einer Bewegungsfahrt geholt und anschließend noch in eine Waschanlage gefahren. Außer meinem Vater war noch ein weiteres Feuerwehrmitglied dabei“, sagt Lux dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die Benutzung des Einsatzfahrzeugs hatte für die Feuerwehrleute Folgen. „Die Aktion war natürlich bei der Feuerwehr ein Thema. Die private Nutzung des Feuerwehrfahrzeugs ist als dienstliches Vergehen erkannt worden und wurde auch geahndet“, sagt Stadtsprecher Martin Rölen. Mit dem Verleger des Feuerwehrkalenders 2014 hat sich die Stadt geeinigt: Es werden keine Fotos gezeigt, auf dem ein Bergisch Gladbacher Feuerwehrwagen abgebildet ist. Rölen: „Der Vorgang ist für uns erledigt.“

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