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Finanzen: Eltern wollen Hausmeister behalten

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In Bergisch Gladbach sollen sich mehrere Hausmeister die Arbeit an den Schulen teilen. Nun gibt es Protest. Foto: dpa
Die Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung plant reduzierte Einsatzzeiten der Kräfte an den städtischen Schulen, um zu sparen. Nun befürchten die Schulen, dass die geplante Arbeitsteilung zu einer "Gefährdung der Schulen führt.  Von
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Bernd Martmann erhält in diesen Tagen reichlich Post. Beim Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement sammeln sich die Protestschreiben etlicher örtlicher Schulen. Darin üben die Schulpflegschaften Kritik an Plänen der Stadt, die Hausmeisterstellen neu zu organisieren, sprich: zu reduzieren.

Betroffen ist auch die Katholische Grundschule an der Steinbreche. Hier soll der bisher in Vollzeit tätige Hausmeister abgezogen und nach vorläufigen Plänen künftig am Otto-Hahn-Schulzentrum eingesetzt werden. An der Steinbreche würde dann nicht nur das Zeitkontingent von derzeit knapp 47 Stunden auf 28 Stunden reduziert werden, sondern die an der Schule anfallenden Arbeiten würden abwechselnd von drei Hausmeistern erledigt werden. „Dann wird sich künftig niemand mehr verantwortlich fühlen“, kritisiert Schulpflegschaftsvorsitzende Susanne Brake. Die Kürzung der Einsatzzeit führe zu einer „potenziellen Gefährdung“ von Schule und Schulbetrieb, vor allem aber der Kinder, meint sie. Neben Instandhaltungsarbeiten am Gebäude, die auf lange Sicht Geld einsparten, sei die Präsenz eines Hausmeisters auch wegen des großen, öffentlich zugänglichen Schulgeländes nötig, das gern von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt werde. „Regelmäßig sind hier Flaschen, Scherben und sogar Spritzen und Ähnliches zu finden“, kritisiert Brake in ihrem Schreiben an die Stadt. Die regelmäßig anfallenden Arbeiten in der Schule sind ihrer Ansicht nach in der noch zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu schaffen.

Umfrage - Hausmeister

Für zusätzliche Unruhe sorge der offenbar beabsichtigte Ringtausch unter den Hausmeistern verschiedener Schulen.

Unterschiedliche Auslastung

Zudem versorge der bisherige Hausmeister gemeinsam mit dem Kollegen von der Wilhelm Wagner-Schule auch das Schwimmbad Mohnweg, eine Aufgabe, die der Hausmeister der Wilhelm-Wagner-Schule zusätzlich zu seinen Arbeitsstunden an der Steinbreche künftig offenbar allein erledigen solle. „Mir ist klar, dass die Änderungen nicht auf Begeisterung stoßen“, sagt Bernd Martmann. Doch bei allem Verständnis, das er für die Proteste habe, gehe es um weit mehr als nur um einige Hausmeisterstellen: „Man muss das Gesamtpaket sehen.“ Die Stadt müsse zwei Hausmeisterstellen einsparen, um die Vorgaben des Haushaltssicherungskonzeptes zu erfüllen. Um die Lasten möglichst gleichmäßig zu verteilen und trotzdem alle Schulen wenigstens stundenweise mit einem Hausmeister zu versorgen, habe man einen relativ komplizierten Ringtausch ausgearbeitet.

Berücksichtigt wurde dabei auch die Größe der jeweiligen Schulen. „Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass ein Hausmeister in Vollzeit an einer kleineren Schule nicht ausgelastet ist“, erklärt Martmann. Daher gebe es unterschiedliche Regelungen. Während an der zweizügigen Schule Steinbreche keine volle Stelle mehr eingerichtet werde, verfüge die vierzügige Grundschule in Paffrath weiter über einen Hausmeister in Vollzeit.
Eine Alternative sieht er nicht: „Daran hängt das gesamte Haushaltssicherungskonzept“, sagt Martmann. Und das habe große Vorteile für die Schulen. „Denn nur dadurch können wir wieder mehr investieren.“ Auch an den Schulen.

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